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Jogger in Berlin seit Monaten im Koma: Keiner kennt ihn, keiner vermisst ihn

BERLIN (D) - Nach einem Unfall im Park liegt ein Jogger in Berlin seit März im Koma. Ärzte und Polizei wissen nicht, wer er ist. Und offenbar auch sonst niemand.

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Dieser Jogger liegt auf der Intensivstation, auf seiner Krankenakte steht unter Namen: Unbekannt. Polizei Berlin

Niemand vermisst ihn, niemand hat nach ihm gefragt. Seit fast vier Monaten liegt in Berlin ein Mann im Koma. Er war zuvor beim Joggen gestürzt. Bis heute bleibt seine Identität unbekannt.

Es passierte am 13. März. Der Mann, zwischen 60 und 70 Jahre alt, joggte durch den Volkspark Wilmersdorf. Plötzlich brach er zusammen, knallte mit seiner linken Kopfhälfte auf den Boden. Eine Passantin fand ihn, rief den Krankenwagen.

«So etwas gab es in Berlin noch nicht»

Im Spital versetzten ihn die Ärzte ins künstliche Koma. Weil der Jogger keinen Ausweis und keine Papiere bei sich hatte, blieb seine Identität ungeklärt. Man wartete ab, doch niemand meldete sich. Die Polizei verteilte Fotos, verglich DNA und Fingerabdrücke – alles umsonst.

«So etwas gab es in Berlin noch nicht», sagte eine Sprecherin der Klinik laut «Tagesspiegel». Im Normalfall gebe es bei solchen Fällen eine Vermisstenanzeige.

Polizei geht von Schloss zu Schloss

Der einzige Hinweis: Zwei Schlüssel, die der Jogger bei sich trug. Beide Schlüssel haben keine Sicherheitsnummern eingraviert, die zum Besitzer führen könnten. Die Polizei geht davon aus, dass einer zu einem Haustürschloss, der andere zu einer Wohnungstür gehört. Auf Twitter sucht die Polizei nun nach dem Besitzer eines ähnlichen Schlüssels.

Am gestrigen Dienstag hat die Polizei Berlin zehn Teams von Polizeischülern losgeschickt, um die Wohnung des Joggers zu finden. Mit jeweils einer Schlüsselkopie probierten sie alle Hausschlösser in der Umgebung des Volkspark Wilmersdorf durch. Bisher erfolglos.

Derweil liegt der Jogger weiter im Koma auf der Intensivstation. Aus medizinischer Sicht gehört er eigentlich in die Reha. Doch ohne Identität kann man ihn keiner Krankenkasse zuordnen. Und ohne Kostenträger ist eine Überweisung gar nicht möglich. Die Polizei hat laut «Berliner Morgenpost» die Suche mit den Schlüsseln eingestellt. (hah)

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