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Luftqualität ermessen: Trams als rollende Forschungsstationen

Während ihrer Fahrt durch Zürich messen Sensoren auf dem Dach die Luftqualität. Aus den Daten will die ETH eine App entwickeln.

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Sensoren: Die Messstationen sind auf den ­Tramdächern ­installiert. play
Sensoren: Die Messstationen sind auf den ­Tramdächern ­installiert.
Das Ergebnis: Karten zeigen, wo die Luft am ­saubersten ist. play
Das Ergebnis: Karten zeigen, wo die Luft am ­saubersten ist.

Seit zwei Jahren fahren auf der Zürcher Trams blinde Passagiere mit – im Dienste der Wissenschaft. Die Boxen in der Grösse von Schuhschachteln sind auf den Dächern der Fahrzeuge installiert und messen während der Fahrt die Luftqualität in der Stadt.

Alle 50 Meter eine Messung

30 Millionen Messungen konnten die Forscher der ETH Zürich so bisher sammeln. Auf zehn Trams sind die Sensoren installiert, alle 50 Meter machen sie eine Messung.

Die dadurch gewonnenen Daten sind für die Forscher wertvoll. «Bisher hat man mit stationären Messstationen zwar sehr genau gemessen, jedoch nur an wenigen Orten. Wir messen etwas weniger genau, dafür an ganz vielen Orten», erklärt ETH-Forscher David Hasenfratz.

Karten zeigen wo am saubersten

Er und sein Team haben aus den Daten nun erstmals Karten erstellt, die der Bevölkerung zeigen, wo die Luft am saubersten ist. Das Ziel: eine App, die Joggern, Velofahrern und Spaziergängern zeigt, welcher Weg von A nach B für die Lungen am gesündesten ist. Wann die App auf den Markt kommt, ist noch unklar. «Wir haben bereits einen Prototypen entwickelt. Bis die End­version steht, dauert es jedoch noch ein bisschen», sagt Hasenfratz.

Und auch für die Forschung seien die gewonnenen Resultate interessant: «Wir wollen schauen, wie sich die Luftqualität verändert», sagt Hasenfratz. Noch zwei weitere Jahre fahren deshalb die Sensoren auf den Zürcher Trams mit.

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