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Müssen wir vor der Zukunft Angst haben?

Liebe Joëlle Es kommt mir vor, als lebten wir in einer Periode gesteigerter Angstmache: Angst vor Terror sowieso, Angst vor unabsehbaren Folgen der Digitalisierung, vor Flüchtlings-Flutwellen, vor Staatsmännern, die mit Drohungen um sich werfen und mit atomaren Säbeln rasseln. Gerade las ich auch die Titelzeile: «Wie Roboter Menschen töten.» Habe ich, gelebt in einem halben Jahrhundert scheinbar gesicherten Friedens, eine Halluzination? Hast du Worte, mich zu beschwichtigen?

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Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch) play
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Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch) play
Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch)

Lieber Herr Ramspeck

Obwohl ich sonst kein pragmatischer Mensch bin, stütze ich mich bei diesem Thema gern auf Zahlen. Denn statistisch gesehen ist alles nicht so schlimm, wie wir denken. Laut einer Statistik von Europol starben während der 70er-, 80er- und 90er-Jahre in Westeuropa doppelt so viele Menschen bei Terroranschlägen als heute. Wir haben im letzten Jahrhundert zwei Weltkriege erlebt und einen Holocaust mit Millionen Todesopfern. Oder die Apartheid in jenem Amerika, wo vor kurzem ein Schwarzer Präsident war. Und heute? Ich schaue optimistisch in die Zukunft: Unsere Gesellschaft ist einfühlsamer geworden, toleranter, offener. Wir kämpfen für Gleichstellung zwischen den Geschlechtern, Kulturen, setzen uns vermehrt für Tierrechte ein. Aber mit wachsender Sensibilisierung wächst auch die Sensibilität, welche uns Ungerechtigkeit stärker empfinden lässt. Die Welt mischt sich, und mit dieser Durchmischung kommen neue Ängste und Herausforderungen. Aber wir schaffen das irgendwie, auch wenn wir Rückschläge erleben werden. Das Paradies wird die Welt wohl nie sein, dafür schreit das Böse zu laut. Aber das stille Gute hat auch seine Anerkennung verdient.

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