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Nationalbank verdient 4 Millionen an Trumps Tomahawk-Schlägen: Linke wollen «Geschäft mit dem Tod» verbieten

Eine neue Initiative verlangt, dass Nationalbank und Pensionskassen nicht in Rüstungsfirmen investieren dürfen.

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Die Schweiz verdient daran: Mit solchen Tomahawk-Raketen attackierte US-Präsident Donald Trump letzte Woche Syrien. U.S. Navy

Die USA haben letzte Woche einen Flugplatz der syrischen Armee mit Tomahawk-Raketen bombardiert. 59 Marschflugkörper wurden abgefeuert. Die Rüstungsfirma Raytheon profitierte sofort vom Militärschlag, ihre Aktien stiegen vorübergehend rasant an.

Einen Buchgewinn erzielt hat damit auch die Schweizerische Nationalbank (SNB), die laut US-Börsenaufsicht Ende 2016 präzis 933'745 Raytheon-Aktien im Portefolio besass. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag stieg der Wert dieses Aktienpakets laut «RTS» um 4 Millionen auf 145 Millionen Franken.

Genau dies möchte eine Volksinitiative verbieten, die heute lanciert wird. Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) und die jungen Grünen wollen zusammen mit knapp 40 Organisationen der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten einen Riegel schieben.

«Geschäft mit dem Tod den Riegel schieben»

«Die Kriegsgeschäfte-Initiative will insbesondere der SNB und den Pensionskassen verbieten, in Kriegsmaterialproduzenten zu investieren», so GSoA-Sekretärin Magdalena Küng. Zudem solle der Bund auf internationaler und nationaler Ebene entsprechende Bedingungen für Banken und Versicherungen fördern. 

Dass die SNB am Militärschlag der USA Geld verdiene, beweist laut Küng, dass die Initiative «überfällig» ist.

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Grünen-Nationalrätin Lisa Mazzone. KEY

Jedes Jahr würden Milliarden von Franken über den Finanzplatz Schweiz in der internationalen Rüstungsindustrie landen, ohne dass diese Handlungen das Schweizer Recht verletzen würden, sagt die grüne Nationalrätin Lisa Mazzone. «Diese Nachlässigkeit hinterlässt blutige Flecken auf dem Bild der neutralen, humanitären Schweiz. Es ist höchste Zeit, dem Geschäft mit dem Tod den Riegel zu schieben.»

Auch SP-Nationalräte sitzen im Initiativkomitee – etwa der Zürcher Angelo Barrile: «Wenn wir aufhören in Kriegsmaterialkonzerne zu investieren, ist das ein starkes Zeichen», sagt er. Schliesslich hätte die Schweiz einen der grössten und wichtigsten Finanzplätze der Welt. 

Rüstungs-Investements der SNB

Die Nationalbank ist an diversen Rüstungsunternehmen beteiligt. So hält sie laut «RTS» unter anderem Anteile der Firmen Northrop Gumnman ($ 133 Millionen), United Technologies (242 Millionen) und der israelischen Elbit (13,9 Mio). Laut dem Bündnis für ein Verbot von Kriegsgeschäften hatte die SNB Ende 2016 mindestens 800 Millionen Dollar in US-amerikanische Atomwaffenproduzenten investiert, die Pensionskassen zwischen 4 und 12 Milliarden in Kriegsmaterialproduzenten und die UBS und die Credit Suisse hätten zusammen ein Investitionsvolumen von mindestens 6 Milliarden.

 

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