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Nationalratskommission unterstützt Sommaruga: Frauenquote – aber nur für zehn Jahre

Überraschender Sieg für Simonetta Sommaruga: Die Rechtskommission des Nationalrats will, dass 30 Prozent der Verwaltungsräte weiblich sind. Zumindest vorübergehend.

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Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat die Rechtskommission des Nationalrates überzeugen können: Die Kommission befürwortet eine Frauenquote für grosse Unternehmen. (Archivbild) play
Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat die Rechtskommission des Nationalrates überzeugen können: Die Kommission befürwortet eine Frauenquote für grosse Unternehmen. (Archivbild) Keystone

Die Rechtskommission des Nationalrates hat sich mit 14 zu 11 Stimmen für eine Frauenquote ausgesprochen. Im Verwaltungsrat börsenkotierter Gesellschaften mit mehr als 250 Mitarbeitenden sollen mindestens 30 Prozent Frauen sitzen, in der Geschäftsleitung mindestens 20 Prozent.

Der Bundesrat spricht allerdings nicht von Quoten, sondern schwammig von «Richtwerten». Und so richtig an die Kandare nehmen will er die Unternehmen nicht: Wer die Vorgaben nicht erfüllt, muss sich nur «erklären».

Kommission macht Unternehmen Beine

Nach der Vernehmlassung hatte der Bundesrat beschlossen, die Anpassungsfristen zu verlängern – auf fünf Jahre für den Verwaltungsrat und zehn Jahre für die Geschäftsleitung. Diese Fristen ermögliche die Suche nach geeigneten Kandidatinnen, argumentierte er. 

Die Kommission möchte die Übergangsfristen nun wieder verkürzen: Die Regeln sollen für den Verwaltungsrat drei Jahre und für die Geschäftsleitung fünf Jahre nach Inkrafttreten des neuen Rechts gelten. Gleichzeitig schlägt die Kommission aber vor, sie zeitlich zu beschränken: Nach zehn Jahren soll die Regelung ersatzlos aufgehoben werden.

Heute nur 16 Prozent Frauen in den VR

Die ablehnende Minderheit der Kommission ist gespalten. Für die einen Mitglieder ist nur schon das Wort Geschlechter-Richtwert ein Graus. An ihrer letzten Sitzung hatte es die Kommission mit 13 zu 10 Stimmen bei einer Enthaltung relativ knapp abgelehnt, das Geschäft an den Bundesrat zurückzuweisen.

Heute sitzen in den Verwaltungsräten der hundert grössten Schweizer Unternehmen nur 16 Prozent Verwaltungsrätinnen. In den Geschäftsleitungen liegt der Frauenanteil gar nur bei 6 Prozent. (SDA/awi)

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