Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

Outdoor-Firmen sauer auf Politik: Bergsteiger-Gütesiegel vor Absturz

BERN - Es bleibt dabei, das Risikoaktivitätengesetz soll weggespart werden. Die Branche kann es nicht verstehen, und auch in der Politik gibt es Stimmen gegen den Abbau.

, Aktualisiert 9 Reax , 179 Views
teilen
teilen
0 shares
Sarah Meier mit Profi-Alpinisten Roger Schäli. play
Wollen Regulation beibehalten: Bergführer und andere Betreiber von Risikoaktivitäten. Anton Brey

Am Montag debattiert der Nationalrat über das Stabilisierungsprogramm 2017–19. Ebenfalls aufs Parkett kommt die Abschaffung des Risikoaktivitätengesetzes (BLICK berichtete), mit dem 150’000 Franken gespart werden soll. Vom Bundesrat wurde dieser Abbau erst vorgeschlagen, doch nach Klagen aus den Kantonen und aus der Branche krebste er zurück. Durch einen Antrag der Finanzkommission des Nationalrats kam das Gesetz erneut auf die Schlachtbank.

Die Branche ist nervös

Katrin Blumberg, Präsidentin der Swiss Outdoor Association, klagt: «Der Unfall von ausländischen Raftern auf der Landquart im Frühling 2016 hat uns im Sommer 2016 in unserem Kerngeschäft Rafting auf dem Vorderrhein fast 20 Prozent Umsatz gekostet.» Und jetzt wolle der Bund jegliche Regulierung aufheben, sodass es beim Rafting und Canyoning in der Schweiz keinerlei verbindliche Standards mehr gebe.

Die seien aber erwünscht, hätten sich im Januar an der Generalversammlung der Swiss Outdoor Association doch 80 Prozent der Mitglieder für das Gesetz ausgesprochen. Blumberg versteht nicht, wieso der Bund wegen 150’000 Franken an sicherheitsrelevanten Gesetzen sparen wolle.

Die Abschaffung des Gesetzes bedeute auch einen enormen Mehraufwand, da es statt einer nationalen Regelung neu viele kantonale Gesetze gäbe. So würden die beim Bund eingesparten Kosten einfach den Kantonen aufgehalst.

Auch im Parlament gibt es Widerstand

Dieser Meinung ist auch Margret Kiener Nellen, Berner Nationalrätin und Präsidentin der Finanzkommission des Nationalrats: «Dieser Abbau ginge voll und ganz auf Kosten der Sicherheit!» Sie hofft, dass sich der Minderheitsantrag der Kommission, das Gesetz beizubehalten, durchsetzt.

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren