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«Passengers»: Schlaflos im Weltall

«Passengers», eine teilweise triviale Liebesgeschichte im Weltall, findet er toller als sie. Wobei das vor allem am Raumschiff liegen dürfte.

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Lukas Ruettimann sagt:

Vor kurzem habe ich im Internet ein Poster mit berühmten Filmraumschiffen entdeckt. Das Engineer-Ship aus «Alien», die Star Destroyer aus «Star Wars», die «Cygnus», die «Event Horizon» – eines schöner als das andere. Natürlich habe ich mir das sofort ­bestellt und ins Büro gehängt.

Die Avalon aus «Passengers» würde sich darauf auch sehr gut machen. Das Traumschiff, welches 5000 Menschen in eine neue Welt bringt, hat nicht nur ein wunderbares Design zu einem aktuellen Thema zu bieten. Es ist der eigentliche Star des Films. Wenn Chris Pratt als Weltraum-Robinson vom Food-Automaten belehrt wird, dass 99 von 100 Sorten Kaffee für Gold-Class-Kunden reserviert sind, bleibt kein Auge trocken. Auch weil alle ausser HON-Circle-Fliegern dieses Gefühl nur allzu gut kennen. Überhaupt – die Seitenhiebe auf die moderne Reisegesellschaft sind klasse. Genauso wie die Effekte und die Idee – ein Mix aus «Cast Away», «Silent Running» und «2001». Auch Pratt und Lawrence funktionieren zusammen – ich bin jedenfalls in bester Laune aus dem Kino gelaufen. Inzwischen habe ich erfahren, dass der Film wegen inhaltlicher Schwächen bei vielen Kritikern eine Bruchlandung hingelegt hat.

Das kann man wohl so sehen – aber garantiert nur von Menschen, die sich keine Raumschiff-Poster in ihr Büro hängen.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

Tanya König sagt:

Es ist eine Liebes­geschichte auf einem sinkenden Schiff. Quasi die schlechte Version von «Titanic» und «Gravity», allerdings gepackt in einen einzigen Film. Dabei hat «Passengers» ziemlich gut angefangen: Auf einem modernen Raumschiff auf dem Weg in eine neue Welt erwacht Chris Pratt viel zu früh aus seiner Kapsel. Die restlichen rund 5000 Seelen schlafen noch weitere 90 Jahre bis zum Ziel.

Wie Pratt anfänglich sein einsames Leben auf der Avalon meistert, ist ziemlich komisch und humorvoll. Die Ausstattung des Schiffs im Kubrick-Stil und die Spaziergänge als Astronaut ins All sind Zucker für meine Augen. Doch als Jennifer Lawrence später aus ihrer Kapsel erwacht, wird der Film zur Romanze, bei der der Zuschauer jeden Schritt vorausahnen kann.

Das Happy End wirkt erzwungen und die Rettung in letzter Sekunde unglaubwürdig. «Passengers» ist dann nur noch banal und peinlich. Was wirklich schade ist, denn es hätte nicht so sein müssen. Die Props und die Kleidung von Lawrence etwa sind echt cool; die künstliche Intelligenz, gespielt von Michael Sheen, bringt einen zum Schmunzeln – und im Pool auf der Avalon würde ich auch gerne meine Runden drehen.

Für die erste Hälfte verdient er immerhin zwei Sterne.

Bewertung: 2 von 4 Sternen

«Passengers»

Abstract: Während einer Routinereise durchs All zu einem neuen Heimatplaneten erwachen zwei Passagiere aufgrund einer Fehlfunktion ihres Raumschiffs 90 Jahre zu früh aus dem Kälteschlaf. Jim und Aurora steht nun bevor, ihr gesamtes restliches Leben an Bord der Avalon zu verbringen. Umgeben von Luxus fühlen sie sich stark zueinander hingezogen und verlieben sich ineinander. Doch plötzlich entdecken sie, dass sich ihr Schiff in grosser Gefahr befindet. Zudem hat Jim etwas getan, das die junge Liebe zu Aurora komplett zerstören könnte.

Länge: 116 Min.

Land: USA

Besetzung: Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Martin Sheen, Laurence Fishburne, Andy Garcia

Regie: Morten Tyldum

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