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Sanktionen gegen Russland: «Es bringt nichts, mit den Hunden zu bellen»

Schweizer Politiker tun sich schwer, Putin den Meister zu zeigen.

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Die Welt und die Schweiz zögern - Massnahmen gegen Wladimir Putin sind umstritten. play
Die Welt und die Schweiz zögern - Massnahmen gegen Wladimir Putin sind umstritten. AP

Die MH17-Tragödie als Zankapfel zwischen Ost und West. Gestern sagte US-Aussenminister John Kerry, Russland sei für den Abschuss verantwortlich. Wladimir Putin wies dies heute vehement zurück. Der Kremlchef warnte vor einem «Missbrauch» der Katastrophe und bekräftigte seine Forderung, dass ein internationales Team die Tragödie untersuchen solle.

Das Kräftemessen spitzt sich weiter zu: Die USA und die EU erwägen eine massive Verschärfung der Sanktionen gegen Russland.

Auch in der Schweiz wird der Ruf nach Konsequenzen lauter, er bleibt aber auf der symbolischen Ebene. So fordern einzelne links-grüne Politiker, dass die russische Kampfjet-Staffel, die Ende August an der Flugshow Air 14 in Payerne auftreten soll, ausgeladen wird. «Zurzeit darf es keine militärische Zusammenarbeit mit Russland geben», sagt etwa SP-Nationalrat Andreas Gross.

Davon raten jedoch viele Politiker ab. Mit Verweis auf den OSZE-Vorsitz der Schweiz findet auch eine Teilnahme an den EU-Sanktionen kaum Unterstützung. CVP-Fraktionschef Filippo Lombardi warnt: «Es bringt nichts, mit den Hunden zu bellen. Die Schweiz könnte ihre Rolle als glaubwürdige Vermittlerin im Konflikt verlieren.» Für Felix Gutzwiller (FDP) ist es zu früh, über Sanktionen nachzudenken. «Wir brauchen jetzt Aufklärung und handfeste Beweise.» Dieser Meinung ist auch SVP-Politiker Andreas Aebi: «Solange nicht klar ist, welche Rolle Russland beim Abschuss der MH17 gespielt hat, lehne ich Sanktionen ab.» Für Geri Müller (Grüne) wären Massnahmen gegen Russland auch aus historischer Perspektive ungerecht: «Die Praxis muss überall gleich sein.  Als die USA in den Irak einmarschierten, haben wir auch keine Sanktionen gegen die USA ergriffen.

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