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Schwarzes Gold im Wallis: Schweiz wird zum Kaviar-Land

ZÜRICH - Seit heute produziert eine Fischfarm im Wallis Kaviar. Die Fische sollen nicht mehr für Kaviar-Fans sterben müssen und haben sogar Namen. Hinter dem Projekt steckt Nestlé-Chef Brabeck-Letmathe.

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Bei Coop, 20 g Kaviar für 49.50 Franken. play
Dilaketesse: Kaviar kommt jetzt auch aus dem Wallis. zvg

Im Wallis gibts jetzt Seepferdchen. Zumindest auf dem Logo von «Kasperskian». Seit heute werden unter diesem Namen die kostbaren Stör-Eier «Kaviar» in Susten produziert. Der Verkauf soll noch in diesem Jahr beginnen.

Nach «Oona» im Berner Oberland ist «Kasperskian» die zweite Kaviar-Farm in der Schweiz. Mit dem Namen wollen die Walliser an die lange Kaviar-Tradition im Kaspischen und Persischen Meer erinnern.

Der 6.000 Quadratmeter-Betrieb hat mit Peter Brabeck-Lethmathe einen bekannten Investor im Rücken. «Unsere neue Kaviarfarm ist ein schönes Projekt mit Entwicklungspotenzial», sagte der Nestlé-Chef vor Kurzem in einem «Sonntagsblick»-Interview. Heute stellte er die Farm vor.

Eiern von Fischen mit Namen

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Nestlé-Chef Brabeck: "Schönes Projekt mit Entwicklungspotenzial"

Ihr Potenzial zeigt sich in der Technik. Zwar wird «Kasperskian» auch weiterhin nach alter Tradition die Störe töten, um die unreifen Eier zu entnehmen. Die Hauptlinie in der neuen Produktion mit dem Namen «Kasperskian» geht aber in eine andere Richtung. «Dank unserer exklusiven Methode und neuester Technologien» sei es nicht mehr nötig, die Fische zu töten, heisst es aus Susten.

Kaviar-Liebhaber können sogar für Störe Pate stehen. «Ob Sie sich für Susi, Conny oder Chantal entscheiden», als Fisch-Partner bekommt man den Kaviar nur vom ausgewählten Stör, erklärt «Kasperskian».

Die Produktion läuft erst seit zweit Wochen. Dennoch habe man schon jetzt eine gute Qualität erreicht, sagt Investor Brabeck.

Export nach Russland anvisiert

Fachhändler dürften sicher Interesse an edlem Kaviar aus dem Wallis haben. Der dürfte nicht billig im Verkauf sein. Globus beispielsweise führt mehrere Sorten vor allem aus China, Frankreich, Deutschland und Italien. 30 Gramm kosten zwischen 50 und 300 Franken.

«Kasperskian» hat aber nicht nur die Schweiz im Blick. «Russland ist ein Markt für uns», sagt CEO Renato Stefani zu BLICK. Das ist nicht weiter verwunderlich, sitzt doch mit dem Vizepräsidenten Konstantin Sidorov ein Russe mit in der Firma.

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