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Service für Abfall: «Mit uns ist Recycling bequemer»

Ob Altglas, Dosen oder Pet – das Start-up «ReTake» profitiert vom umständlichen Zürcher Entsorgungssystem.

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Die grünste Geschäftsidee Zürichs: Das ReTake-Team mit dem Ökomobil und der heutigen Recycling-Ware. play
Die grünste Geschäftsidee Zürichs: Das ReTake-Team mit dem Ökomobil und der heutigen Recycling-Ware. ZVG

Die Geschäftsidee entstand aus der Not: «In unserer WG hatte sich ein kompletter Kellerraum mit Recycling-Material gefüllt», sagt Oliver Ettlin. Dennoch hätten alle Mitbewohner die Entsorgung rausgeschoben – beim Auszug mussten sie dann einen grossen Lastwagen mieten.

Normales Abo für 12.50 Franken

«Wir dachten, dass andere sicher das gleiche Problem haben.» Deshalb gründete Ettlin mit Kollege David Karrer die ReTake GmbH. Seit einem guten Jahr sammeln sie die Altlasten der Kunden ein und entsorgen diese fachgerecht. «Das normale Abo kostet 12.50 Franken», sagt Ettlin.

«Dabei holen wir einmal im Monat Glas, Alu und Altmetall, Pet, PE-Milchflaschen und Batterien ab.» Bei teureren Abos recyceln die Jungs auch Karton, Kleider und anderen Sondermüll. Oder sie kommen öfters im Monat vorbei.

Das Angebot stosse bei Jung und Alt auf Interesse, «wir konnten schon mehrere Dutzend Tonnen recyceln», sagt der Chef. Er konnte bereits einen Mitarbeiter mehr einstellen.

Eines der schlechtesten Systeme der Schweiz

Der Andrang bedeute nicht, dass die Zürcher faule Entsorger sind. «Wir haben hier eines der schlechtesten Systeme der Schweiz», sagt Ettlin. Alu und Glas müssen an andere Orte gebracht werden wie Pet oder Elektroschrott. «Man muss zu mindestens drei Sammelstellen pilgern.» Materialien wie Styropor oder Korken liessen sich auch dort nicht abgeben. Und man könne nicht den ganzen Sack reinwerfen, sondern «muss jede Flasche nochmals in die Hand nehmen».

Im elektrischen Renault Kangoo bietet das Team Abhilfe. Bisher in Zürich und allen Nachbargemeinden. Mit dem Hauptziel, «die Recyclingquote zu steigern und das Bewusstsein der Leute zu stärken», sagt Ettlin. «Wenn wir jemals von der ökologischen Firma leben können, wäre das natürlich auch wunderbar.»

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