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Sind Sie fit im Slang der heutigen Jugend?

Lieber Herr Ramspeck Das Jugendwort 2017 ist «Ich bims». Ich muss gestehen: Bis es zum Thema wurde, kannte ich es nicht. Vielleicht bin ich doch nicht mehr fresh genug. Während ich nach der Bedeutung googelte, erinnerte ich mich, wie sich Jugendslang während meiner Teenage-Tage für mich anfühlte: als verbale und harmlose Rebellion. Ich sagte «geil», meine Eltern nicht, und schon fühlte ich mich krass. Hatten Sie früher eine eigene Jugendsprache? Sind Sie im heutigen Jugendslang fit? Ahnma?!

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Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch) play
Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch)
Jürg Ramspeck starb am 27. Dezember an den Folgen von Lungenkrebs. play
Jürg Ramspeck starb am 27. Dezember an den Folgen von Lungenkrebs.

Liebe Joëlle

Selbstverständlich habe auch ich den Computer benötigt, um für «I bims» eine Erklärung zu bekommen. Sie macht mich etwas ratlos, denn offenbar bedeutet sie einfach «ich bins». Statt mit einem «n» mit einem «m». Ist also quasi nur eine Konsonanten-Verschiebung aus dem Geiste des Widerstandes gegen die verordnete Orthografie. Höherer Blödsinn. Ist jedenfalls das «Jugendwort 2017», das in der Kür über 30 Vorschläge obsiegte. Ich bekenne Respekt vor so viel Kreativität. Da waren wir in meiner Jugend genügsamer. Gut, wir hatten die «hämmer no»-Phase: Es erblickt jemand eine Dame mit opulenter Kopfbedeckung und kommentiert «hämmer no Hüet». Oder das Auge begehrlich auf die Jackentasche des Kollegen gerichtet: «Hämmer no Chaugummi?» Auch «weisch wie» hielt sich lange: Wir waren gestern bei Heinz auf der Bude, weisch wie – das fasste in zwei Wörtern das ganze Geschehen zusammen. Wollten wir wissen, wie sprachschöpferisch wir sind, mussten wir – vor 50 Jahren – zu Fritz Herdis «Limmatblüten»-Sammelbändchen greifen. Und ja, «Ahnma?» hat sich mir, Google sei Dank, auch noch erschlossen: Es heisst «Kapierst du’s?» Ist aber aus Hamburg weit hergeholt.

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