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So wird das Schweizer Klima in 40 Jahren: Trockenheit, Hitze, Starkregen und weniger Schnee

Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Schweiz aus? Diese Frage haben Forscher im Auftrag des Bundes beantwortet. Die Antworten sind beunruhigend.

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Überschwemmte Keller, ausgetrocknete Felder und Tropennächte, die einem den Schlaf rauben: Mit all dem müssen wir uns in der Schweiz schon bald regelmässig herumschlagen. Dies zeigen Forschende von MeteoSchweiz und der ETH in den Klimaszenarien CH2018, die heute veröffentlicht wurden.

Sie zeigen auf, wie die Klimata im Jahr 2060 ohne Schutzmassnahmen aussehen können. Dabei haben sie vier Hauptveränderungen identifiziert, die unsere Zukunft prägen dürften.

Trockene Sommer

Die Berechnungen der Forschenden zeigen, dass die längste Trockenperiode im Sommer bis Mitte des Jahrhunderts bis rund eine Woche länger dauern wird. Extreme Trockenheit, wie sie bisher ein- bis zweimal pro Jahrzehnt auftrat, könnte im Schnitt jedes zweite Jahr vorkommen. Weil die Temperaturen steigen, verdunstet ausserdem mehr Bodenfeuchte. Die Böden werden trockener, was besonders Landwirte zu spüren bekommen.

Mehr Hitzetage

Der Sommer 2018 bedeutete Hitzestress für Mensch und Tier, mit dem die Bevölkerung deutlich häufiger rechnen muss: Bis Mitte des Jahrhunderts könnten die Sommer in einem durchschnittlichen Jahr bis 4,5 Grad wärmer werden als heute.

Noch extremer steigen die Höchsttemperaturen: 2060 könnte das Thermometer südlich der Alpen um bis zu 4,5 Grad, nördlich der Alpen sogar um bis zu 6 Grad Celsius höher klettern als heute. In einem durchschnittlichen Jahr würde das Thermometer in Genf am heissesten Tag 40 Grad anzeigen. Die Anzahl sehr heisser Tage könnte von heute rund einem Tag pro Sommer auf bis zu 18 steigen.

Heftige Niederschläge

Wenn es regnet, dann häufiger sehr heftig, was Kellerräume unter Wasser setzt, und Erdrutsche und Überschwemmungen zur Folge hat. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts hat die Niederschlagsmenge einzelner Starkniederschläge bereits um zwölf Prozent zugenommen. Bis Mitte des 21. Jahrhunderts könnten noch einmal zehn Prozent dazukommen. Jahrhundertniederschläge könnten sogar bis zu 20 Prozent mehr Regen bringen, wie es im Bericht heisst. Hochwasserschutzbauten und Kanalisation müssen künftig dementsprechend ausreichend dimensioniert sein.

Schneearme Winter

Den trockenen, heissen Sommern stehen verregnete, warme Winter gegenüber: Schnee wird besonders in tieferen Lagen der Schweiz Seltenheitswert bekommen. Mitte des Jahrhunderts könnte die winterliche Nullgradgrenze von heute 850 Meter auf bis zu 1500 Meter über Meer steigen. Unter 1000 Metern wird die Schneebedeckung um die Hälfte, bis Ende des Jahrhunderts sogar um mehr als 80 Prozent zurückgehen.

Aber auch in höheren Lagen wird Schneefall seltener, besonders im Frühjahr. Das sind schlechte Nachrichten, nicht nur für den Schneesport-Tourismus, sondern auch für die Schweizer Gletscher: Geringere Schneemengen bedeuten auch weniger Futter für die Gletscher und ein schnelleres Abschmelzen. Seit 1850 haben die Alpengletscher bereits rund 60 Prozent ihres Volumens verloren. (SDA/rey)

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