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Unerwarteter Dreikampf: GLP hievt Bernasconi in den Sattel

Martina Bernasconi will im Mai die zweite Frau im Regierungsrat werden. Sie kandidiert für die Nachfolge von Carlo Conti.

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Auf dem Weg nach oben? Martina Bernasconi will Regierungsrätin werden. play
Auf dem Weg nach oben? Martina Bernasconi will Regierungsrätin werden. Herv Le Cunff

Es ist eine dicke Überraschung: Martina Bernasconi (48) will Regierungsrätin werden. Die Basler Grünliberalen (GLP) schicken die Grossrätin ins Rennen um den freiwerdenden Sitz von CVP-Gesundheitsdirektor Carlo Conti.
Aus dem erwarteten Zweikampf zwischen Favorit Lukas Engelberger (CVP) und SVP-Kandidat Thomas Egloff wird damit ein Dreikampf.

«Der Mitte fehlt es an Pep, Mut und Frische»

Weitere Überraschung: Gemeinhin war erwartet worden, dass Parteipräsident David Wüest-Rudin in den Ring steigen würde, sollten die Grünliberalen einen eigenen Regierungsrats-Kandidaten stellen.

Jetzt ist es Martina Bernasconi geworden. «Ich rechne mir gute Chancen aus, am 18. Mai gewählt zu werden», sagt die selbständige Philosophin. Dass es sie brauche, sei klar. «Es fehlt an Pep, Mut und Frische in der politischen Mitte des Kantons.» Sie sehe sich als entscheidungsfreudig, kommunikativ – «und ich habe nicht das Gefühl, es immer allen recht machen zu müssen». Bernasconi hat bereits 2000 für den Regierungsrat kandidiert, damals als Mitglied der Frauenliste.

Geschickter Schachzug

Dass die Grünliberalen eine Frau präsentieren, könnte sich als geschickter Schachzug herausstellen. Eva Herzog (SP) ist derzeit die einzige Frau im Regierungsrat – und das deutliche Ja des Basler Stimmvolkes zu den Geschlechterquoten in den Verwaltungsräten staatsnaher Betriebe zeigt, dass die Basler Stimmbürger eine angemessene Frauenvertretung wünschen. «Die Abstimmung war nicht entscheidend für die Nomination», sagt GLP-Präsident Wüest-Rudin. «Aber sie zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Bernasconi ist kompetent und soll auch als Frau ihre Qualitäten einbringen können.»

Dass die GLP mit der CVP nun einer anderen Mitte-Partei das Leben schwer macht, ficht Wüest-Rudin nicht an. «Sitze werden nicht innerhalb von Parteien vererbt», sagt er.

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