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Unter falscher Flagge: 7 vorgetäuschte Attacken, mit denen Länder Kriege rechtfertigten

Attentat in Auftrag geben - Schuld dem Feind in die Schuhe schieben.

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Angriffe, die unter falscher Flagge geführt werden, sind längst nicht nur ein Mittel, dem sich Diktatoren oder «böse» Regimes bedienen. Meist gehen die Gewaltakte von Geheimdiensten oder speziellen Militäreinheiten aus und sollen nicht ganz saubere Regierungspläne legitimieren.

1. Polnische Übergriffe auf die deutsche Bevölkerung

1939 plante und führte die Schutz-Staffel des deutschen Reiches gezielt Übergriffe auf die deutsche Bevölkerung nahe der Grenze zu Polen. Sie verkleideten sich als Polen, überfielen einen Radiosender und täuschten Schiessereien mit deutschen Opfern vor. Dies sollte Polen als Feindbild verstärken und den verbrecherischen Überfall mittels Blitzkrieg am 1. September 1939 legitimieren.

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Ein deutsches Kriegsschiff beim Beschuss auf die polnische Stadt Danzig wikipedia

2. Legitimation für militärische Eingriffe in Palästina

Zwischen 1946 und 1948 griff eine Gruppe mit dem Namen «Defenders of Arab Palestine» fünf Schiffe mit mehrheitlich jüdischen Insassen mit Bomben an. Im Nachhinein gab das britische Königshaus zu, diese Gruppe selber gegründet und unterstützt zu haben, um eigene Interessen zu erreichen.

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Das Wappen der Königsfamilie Grossbritanniens wikipedia

3. Operation Ajax

Operation Ajax bezeichnet eine Operation der Geheimdienste Amerikas und Grossbritanniens zu Beginn der 50er Jahre. Ziel war es, die demokratisch gewählte und fortschrittliche Regierung zu stürzen. Diese wollte eine Neuverhandlung der Verträge mit dem britischen Ölkonzern «Anglo-Iranian Oil Company». Winston Churchill konnte US-Präsident Eisenhower überzeugen, am Plan mitzuwirken. Sein Vorwand: der neue Premierminister Mohammed Mossagedh könnte dem Kommunismus im Iran die Türe öffnen. 2009 gestand Barack Obama in einer Rede ein, dass die US-Regierung am Staatscoup beteiligt gewesen war.

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gemeinfrei

4. Terrorzelle gegen Verbündeten

1954 organisierte Israel eine Terrorzelle in Ägypten, die Anschläge auf diverse ägyptische, amerikanische und britische Gebäude durchführte. Diese Ereignisse wurden den Muslimbrüdern und ägyptischen Kommunisten in die Schuhe geschoben. Damit legitimierten Israel und die USA militärische Eingriffe in Ägypten.

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zum-leben.de

 

5. Eigene Bürger müssen leiden

1962 verordnete die US-Regierung eine Reihe von Angriffen auf amerikanische Passagierflugzeuge und schob die Schuld anschliessend Kuba in die Schuhe. Das ganze diente (wieder einmal) ausschliesslich zur Legitimation für einen militärischen Eingriff in Kuba.

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wikipedia

6. Vorgetäuschter Gefängnisausbruch

1978 brachte der westdeutsche Geheimdienst eine Bombe an der Aussenmauer eines Gefängnisses an, in dem auch einige Inhaftierte der Terrororganisation RAF waren. Anschliessend versuchte der Geheimdienst, die Schuld den übrigen, nicht inhaftierten RAF-Mitgliedern zuzuweisen.

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wikipedia

7. Legitimation für Angriff auf Ghadaffi

Laut den Berichten des ehemaligen Mossad-Agenten und Buchautors Victor Ostrovski platzierte der israelische Geheimdienst 1984 einen Sender in den Regierungsgebäuden von Muammar al-Ghadaffi. Der Sender übermittelte gefälschte Aufrufe zu Terror-Anschlägen. Aufgrund dieser Aufnahmen wurde Libyen später von den USA bombardiert.

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NY Times

 

Du bist erstaunt über die Machenschaften von CIA und Co.? In diesem Artikel erfährst du noch mehr über den amerikanischen Geheimdienst.

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Getty Images
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