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Was hältst du von Pulvernahrung?

Liebe Joëlle Hast du schon mal von «Soylent» gehört? Von einer Substanz, die man hinunterschluckt – und man hat eine ganze Hauptmahlzeit gegessen. Das Produkt ist seit knapp drei Jahren in den USA und in Kanada auf dem Markt und wirbt mit dem Faktor «Zeitgewinn». Statt im Restaurant oder in der Küche Stunden für eine Mahlzeit zu opfern, erledigen wir unsere Nahrungsaufnahme im Sekundentakt. Ist «Soylent» vielleicht eine Patentlösung? Oder übersehe ich da etwas?

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Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch) play
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Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch) play
Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch)

Lieber Herr Ramspeck

Es gibt ein Phänomen, das ich Coffee-To-Go-Mentalität nenne. Ich meine damit die Unfähigkeit des modernen Menschen, sich ein paar Minuten Zeit für sich und seine Nahrungsaufnahme zu nehmen. Es kann mir keiner erzählen, er habe keine drei Minuten übrig, um sich mit seinem Kaffee hinzusetzen und diesen zu geniessen. Dasselbe gilt für die Sandwich-im-Gehen-Esser. Dieses gestresste Hineingestopfe ist eine dekadente Art, mit unserem Essen umzugehen. So wenig Wertschätzung hat ein belegtes Brot nicht verdient. Raucher finden immer ihre fünf Minuten, um zu paffen, warum nicht Esser? Ich kenne «Soylent» nicht. Es ist wohl etwas, das es nie in meine Nähe schaffen wird. «Zeitgewinn» soll der Vorteil sein? Was soll man denn bitte Sinnvolles tun mit der

gewonnenen Zeit, wenn nicht etwas Feines

essen? Nahrung wird von zu vielen Menschen in der westlichen Welt als eine Sache bewertet, die man nach Listen beurteilen muss. Jeder hat seine Macke und seine Gewohnheit, und zu viele lassen sich nur vom Kopf anstatt von Bauch und Herz treiben. Essen durch Pulver ersetzen? Niemals. Sollte es mein Alltag eines Tages nicht mehr erlauben, etwas zu lunchen, dann muss ich meine Lebensgestaltung überdenken.

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