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Was halten Sie von einer To-do-Liste vor dem Tod?

Lieber Herr Ramspeck Hatten oder haben Sie eine Bucketlist? Eine Liste also mit all den Sachen, die Sie vor Ihrem Ableben noch erleben möchten? In meiner Generation ist es gang und gäbe, eine Bucketlist aufzustellen. Ich deute dies einerseits als Zeichen unseres Wohlstands, der uns zu träumen erlaubt, und erkenne gleichzeitig unseren Drang nach Selbstverwirklichung. Hätte man zu Ihrer Zeit Bucketlist-Schreiber ernst genommen? Und verraten Sie mir, was auf Ihrer steht?

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Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch) play
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Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch) play
Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch)

Liebe Joëlle

Als ich so jung war wie du, standen zuoberst auf meiner Bucketlist ein roter Ferrari und eine schöne Frau. Beides habe ich erreicht, auch wenn der rote Ferrari dann ein weisses MG Cabriolet war. Träumen und sich etwas wünschen war auch zu meiner Zeit, als wir weniger von Wohlstand und Selbstverwirklichung geprägt waren als von der Notwendigkeit, beruflich etwas zu leisten, zuoberst auf der Prioritätenliste.

Ab einem gewissen Alter rückt das Ableben natürlich näher, und es wird dringlicher, die Bucketlist «abzuarbeiten». Man muss sich beeilen mit seiner To-do-Liste. Auf meiner stehen gerade noch ein paar Bitten an das Schicksal: Möglichst viel davon mitzubekommen, was aus meinen Kindern und Kindeskindern wird. Noch einmal die Disziplin aufzubringen, täglich mindestens eine Stunde seriös Klavier zu üben. Und vielleicht noch einmal von einem so ausgefallenen Wunsch «befallen» zu werden, der meinem Freund Andreas, Bäckermeister zu Maishofen (Österreich), das hohe Alter erwartungsfroh gestaltete: Kate Moss persönlich kennenzulernen. Gut, es war ein Wunsch, den er mit sich ins Grab nahm. In einen immerhin verschönerten Tod.

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