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Der Film «Jackie»: Die ewige First Lady

«Jackie» ist ein eindrückliches Bio-Pic über Jackie Kennedy. Er findet, dass Melania Trump sich einiges von ihr abgucken könnte. Sie bejubelt Natalie Portman.

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Lukas Ruettimann sagt:

Vielleicht täusche ich mich. Aber so richtig warm geworden scheint Melania Trump mit ihrer Rolle als First Lady noch nicht. Das Ex-Model schaut meist ziemlich sauertöpfisch in die Weltgeschichte – und viel zu sagen hatte sie auch noch nicht. Ausser natürlich, dass Amerika wieder gross gemacht wird.

Wehmütig denkt man da an die pointierten Auftritte einer Michelle Obama zurück. Ganz zu schweigen von der staatsmännischen Würde, die Jackie Bouvier Kennedy selbst in den Tagen nach der Ermordung von John F. Kennedy an den Tag gelegt hatte. Diese aussergewöhnliche Zeit hat der chilenische Regisseur Pablo Larraín in ein intensives Bio-Pic verpackt, bei der Natalie Portman in jeder Szene ihr Können beweisen darf. Unterstützt von schwelgerischen Bildern und grandioser Musik ist ein starkes Stimmungsbild entstanden, dass nicht nur historisch spannend ist. Auch als Film über den Umgang mit einem Trauma an sich ist ­«Jackie» relevant.

Gestört hat mich nur, dass der Film exakt das liefert, was man erwartet. Die ikonenhaften Bilder, die Kostüme, die Zitate – alles ist da. Manchmal fühlt sich «Jackie» deshalb an wie Oscar-Filmemacherei nach Zahlen. Aber wer will sich darüber schon beklagen – in Zeiten, in denen einem von der aktuellen First Lady vor allem ihre Nacktfotos in den Sinn kommen?

Bewertung: 3 von 4 Sternen

Das sagt Tanya König:

Jacqueline «Jackie» Kennedy gehört zu den am meisten bewunderten Frauen Amerikas. Die Ehefrau von John F. Kennedy sass direkt ­neben ihm, als er 1963 in Dallas erschossen wurde. Das Bild ging um die Welt.

Wie es ihr dabei erging, ist kaum bekannt. Sie galt als unnahbare Stil­ikone. Umso eindrücklicher ist es, wie es dem chilenischen Regisseur Pablo Larraín gelingt, uns die menschliche Seite der First Lady zu zeigen.

Dass sie in der Woche nach dem Tod ihres Mannes dafür kämpfte, dass JFK in die Geschichte einging, wird uns in «Jackie» bewusst gemacht. Stoisch setzt sie den Grundstein für sein Vermächtnis.

Kaum eine Schauspielerin hätte die mysteriöse First Lady besser verkörpern können als Natalie Portman. Wie auch in «Black Swan» geht sie völlig in ihrer Rolle auf und zeigt uns einmal mehr, dass sie zu den Besten in Hollywood gehört. Die Kamera ist meistens ganz nah an ihrem Gesicht dran, denn da spielt sich so viel ab.

Wir blicken durch die Nahaufnahmen hinter die Fassade, sehen ihren emotionalen Zustand und spüren ihre Entschiedenheit. Für ihre schauspielerische Leistung in ­«Jackie» hat Portman bereits den Golden Globe gewonnen. Einen Oscar hat sie dafür ebenfalls verdient. Brillant gespielt.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

Abstract:

Am 22. November 1963 wird US-Präsident John F. Kennedy in Dallas erschossen. First Lady Jackie sitzt direkt neben ihm, als die Schüsse fallen. Nach dem nationalen Trauma gibt Jackie einem Journalisten ein ausführliches Interview und erklärt sich der amerikanischen Öffentlichkeit. Das Weisse Haus hat sie bereits verlassen müssen. Auch einem Priester offenbart sie sich und äussert sich sogar zu ihrem Intimleben. Doch trotz aller Not hält sie ein öffentliches Bild von sich und ihrem Mann aufrecht, das sie ganz allein kontrollieren will.

Länge: 95 Min.

Land: USA/Chile/Frankreich

Besetzung: Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Billy Crudup, John Hurt, Greta Gerwig,­ ­Richard E. Grant

Regie: Pablo Larraín

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