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Digitale Bücher im Video: Schweizer Hightech fürs Museum

Die Firma iart aus Basel peppt Ausstellungen mit multimedialen Erlebnissen auf, wie etwa den fantastischen digitalen Gauguin-Büchern.

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Die aktuelle Sonderausstellung des Malers Paul Gauguin (1848–1903) in der Fondation Beyeler in Riehen BS ist dank der leuchtenden Bilder an sich schon faszinierend. Doch am Schluss wartet auf die Besucher noch eine Hightech-Überraschung. In einem speziellen Medienvermittlungsraum liegen sechs Bücher auf Sockeln.

Meist sind sie von einer Menschentraube umgeben, eine Weile warten lohnt sich aber unbedingt. Was auf den ersten Blick wie gedruckt wirkt, beginnt sich plötzlich zu bewegen. Die Besucher können wie auf einem Touchscreen Texte aufklappen, die animierten Bilder verändern und alle möglichen Dinge anklicken. Projektor, Infrarotkamera und Sensoren unter dem Buch machen es möglich. Bei dieser Kombination aus Digitaltechnik und analogem Blätter-Feeling haben auch, wie man beobachten kann, ältere Semester keine Berührungsängste. «Spielerisch und doch mit Substanz, das ist eine ganz neue Art der Wissensvermittlung», freut sich Kurator Raphaël Bouvier.

Das erstmals gezeigte digitale Buch entwickelte die Basler Firma iart, die seit 14 Jahren Medienprojekte realisiert. «Wir stellen die Idee in den Vordergrund, die Technik bleibt versteckt», erklärt CEO Valentin Spiess. Als Beispiel führt er einen Tisch vor, der für ein saudi-arabisches Naturmuseum gebaut wird.

Statt Touchscreens hat er nur leicht von der Oberfläche abgesenkte Bedienfelder. Von dort steuert man seine Expedition durch die Wüste, die direkt auf den gesamten Tisch projiziert wird. «Eine interaktive Illusion, die Wissen vermittelt», sagt Spiess.

Die 40 iart-Mitarbeiter haben mit ihrer Herangehensweise Erfolg, wie Projekte in der ganzen Welt zeigen. Und was bringt die Zukunft? «Ein adaptives Museum, das sich dem Interesse des einzelnen Besuchers automatisch anpasst», glaubt der Chef.

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