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«Dunkirk» neu verfilmt: Krieg als Kammerspiel

Mit «Dunkirk» hat Regisseur Christopher Nolan ein bemerkenswertes Epos aus dem Zweiten Weltkrieg geschaffen. Für beide Kritiker war der Film ein Erlebnis.

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«Dunkirk» ist ein absolutes Muss. play
«Dunkirk» ist ein absolutes Muss. WARNER BROS ENTERTAINMENT INC

Lukas Ruettimann sagt:

Wahnsinn: Christopher Nolan hat in seiner ganzen Karriere noch keinen schlechten Film gedreht. Früher begeisterten seine unerwarteten Twists, inzwischen vor allem die besondere Tiefe seiner Geschichten. Nun hat er sich zum ersten Mal an einen historischen Stoff gewagt – die berühmte «Battle of Dunkirk» im Sommer 1940, bei der 400 000 britische Soldaten aussichtslos in der Klemme sassen.

Ich gebs zu: Nach dem Trailer hatte ich wenig Lust drauf. Schon wieder ein Kriegsfilm, zumal die Geschichte schon mehrfach verfilmt wurde. Aber eben, «Dunkirk» ist kein normaler Film. Es ist einer von Christopher Nolan. So sitzt man im Saal und ist mittendrin, in der Schlacht, im persönlichen Drama und im historischen Kontext. Nolan schafft es sogar, sein Kriegs-Epos auch als Kammerspiel zu inszenieren. Visuell bietet er atemberaubende Luftkampfaufnahmen mit Tom Hardy in seiner Spitfire, aber auch intime Momente am ­Boden und zur See. Etwa auf privaten Yachten, die den Soldaten zu Hilfe eilen. Wenn ­Teeniestar Harry Styles dagegen die Kugeln um die Ohren pfeifen, zuckt man zusammen.

Am Schluss kommen die grossen Emotionen – ganz von selbst, ohne Kitsch und ohne Pathos, wie schon im gesamten Film. ­Einen Twist braucht Nolan nicht. «Dunkirk» ist auch so besonders –  ganz einfach besonders gut.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

Carolina Küstermann sagt:

Drei Jahre lang mussten sich Christopher-Nolan-Fans gedulden. Hat sichs gelohnt? Und wie! Ein zweites «Inception» ist «Dunkirk» nicht, solls auch nicht sein. Nolan möchte zeigen, dass er mehr als Science Fiction kann.

«Dunkirk» ist ein Kunst-Kriegsfilm, der das Leiden so realitätsnah wie kein anderer zuvor erzählt. Selbst Epen wie «Der Soldat James Ryan» oder «Pearl Harbor» lassen den Zuschauer mit Nebengeschichten zwischendurch auf­atmen. «Dunkirk» erzählt nur eine Story – die von der Sinnlosigkeit des Krieges. Der Film spricht durch seine heftigen Bilder, denn die Dialoge sind spärlich. Die Musik, von keinem Geringeren als Hans Zimmer komponiert, bläst einem den Schädel weg. Wie eine Naturgewalt fegt «Dunkirk» über einen hinweg. Die Aussichtslosigkeit der Soldaten ist deprimierend – ab der ersten bis zur letzten Sekunde zittert man mit. Kämpfen die Soldaten im Wasser ums Überleben, spürt man fast schon die Kälte des Ärmelkanals.

Blut sieht man übrigens so gut wie keins. Noch so ein Talent Nolans: das Grauen auf eine subtile Art zu zeigen. Überrascht hat mich das ­ehemalige One-Direction-Mitglied Harry Styles. Lange Zeit habe ich mich gewehrt, ihn gut zu finden, jetzt gehöre auch ich offiziell zum Fangirl-Club dazu. Call me, Harry!

Bewertung: 4 von 4 Sternen

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