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Grey ist zurück: Romantik statt Peitsche

«Fifty Shades Darker» ist die zweite E. L. James-Verfilmung. Sie kommt richtig auf Touren, er macht sogar eine völlig neue Kinoerfahrung.

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Dakota Johnson, Jamie Dornan in «Fifty Shades Darker». play
Dakota Johnson, Jamie Dornan in «Fifty Shades Darker». Universal Pictures

Lukas Ruettimann sagt:

Fifty Shades Darker» ist für mich der Film des Jahres. Warum? Nun, wenn ich Science Fiction schaue, ist es im Kino wie bei einem Heavy Metal-Gig: 90 Prozent Männer, dazu ein paar Freundinnen. Weil «Fifty Shades Darker» der Presse aus Angst vor vernichtender Kritik erst am Filmstart gezeigt wird, konnte ich das Werk an der Premiere sehen – mit 90 Prozent Frauen (und ein paar Freunden) im Saal. Es war eine einmalige Erfahrung. Zum ersten Mal konnte ich einen Frauenfilm so richtig aus weiblicher Sicht sehen. So wurde ich Zeuge, wie ein simpler Blumenstrauss von Christian Grey bei meinen Sitznachbarinnen echte Begeisterung auslöste («so schön!»). Wie bei Sätzen wie «Ich wollte immer ins Verlagsgeschäft, das ist so lukrativ» niemand lachte. Wie Kim Basinger beschimpft («so fies!») und Jamie Dornan bemitleidet («so süss!») wurde. Dank dieser völlig neuen Perspektive konnte ich auch locker darüber hinwegsehen, dass die Handlung abstrus, hektisch und komplett vorhersehbar ist. Doch wen kümmert das, wenn Jamie Dornan auf der Leinwand um Vergebung winselt – und aus dem Publikum bloss tiefe Seufzer zu hören sind? Nur das mit dem S/M scheint auch bei Frauen nicht recht zu zünden. Bei den Sexszenen haben wir jedenfalls alle zusammen herzhaft gelacht. Mein Film des Jahres, keine Frage.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

 

Das sagt Tanya König:

Die Fortsetzung von «50 Shades of Grey» hält tatsächlich, was der Titel «Gefährliche Liebe» verspricht. Weil der Erstling brav und eher prüde war, hielten sich meine Erwartungen an «50 Shades Darker» in Grenzen. Doch ich wurde überrascht: Ana (Dakota Johnson) ist deutlich mutiger und schlagfertiger geworden. Ihre Faszination für Christian Grey (Jamie Dornan) nervt nicht mehr. Auch er scheint sich gefunden zu haben. Das Paar trifft sich auf Augenhöhe. Dass beim Liebesspiel jetzt jedoch andere Regeln gelten dürfen, gehört dazu. Gewinnen tun beide – was wir oft zu sehen bekommen. Was der Titel jedoch nicht verrät: «50 Shades Darker» ist in Wahrheit ein ­romantischer Kitsch-­Streifen. Einigen mag das zu viel sein. Doch wer verliebt ist, steht vielleicht genau darauf. Die Veröffentlichung haben sich die Verleiher clever ausgedacht. Passend zum Valentinstag – vor allem für solche, die dem Tag Bedeutung schenken. Die gestrige Premiere in Zürich war ein Erfolg: Das Publikum, darunter fast nur Ladys, klatschte am Schluss begeistert. Es gab Drinks und Fotowände, vor der Frau sich in Pose setzen durfte. Und als Goodie kriegte jede eine Geschenktüte. Wir wurden fast so verwöhnt wie Ana von Mr. Grey. Ich frage mich nur, wie mein Kollege diesen Frauenfilm überlebt hat.

Bewertung: 3 von 4 Sternen

 

Abstract:

Anastasia Steele lernte den milliardenschweren Sado­maso-Liebhaber Christian Grey kennen, verliebte sich in ihn – und trennte sich nach einem besonders schmerzhaften Sexspiel. Doch Anastasias Verlangen nach ihrem Ex ist zu gross. Nachdem sie neue Regeln vereinbart ­haben, beginnt die Beziehung ­erneut. Ana ist glücklich und glaubt, ihren Freund ändern zu können. Aber dann erfährt sie mehr über seine Vergangenheit. Ehemalige Sex-Partnerinnen tauchen auf und Ana beginnt zu verstehen: Sie ist nicht die Erste, die versucht, aus Christian einen ­anderen Menschen zu machen.

Länge: 115 Min.

Land: USA/Grossbritannien

Besetzung: Dakota Johnson, ­Jamie Dornan, Bella Heathcote, Kim Basinger, Rita Ora

Regie: James Foley

 

 

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