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SRF-Mann Sascha Ruefer kriegt viel Kritik unter der Gürtellinie: «Ich habe es satt, mich beschimpfen zu lassen»

Sascha Ruefer (46), der heute (SRF 1, 20.10 Uhr) den «Superzehnkampf» moderiert, kümmert sich auch sehr um seine Familie. Im Interview spricht er über seine Rolle als Familienvater und warnt vor sozialen Medien.

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Kurz vor dem «Superzehnkampf» (heute SRF 1, 20.10 Uhr) treffen wir Sascha Ruefer (46) am Leutschenbach. Er hat sich von den WM-Strapazen, die ihm etwas zugesetzt haben, erholt und spricht munter über das, was ihm am wichtigsten ist: seine Familie. 

BLICK: Sascha Ruefer, vor Jahren liessen Sie sich für den «Superzehnkampf» als James Bond vom Dach des Zürcher Hallenstadions abseilen. Würden Sie das heute noch schaffen?
Sascha Ruefer:
Vermutlich schon. Es war nicht so eine grosse physische Leistung.

Aber kann es sein, dass Sie ein wenig an Gewicht zugelegt haben
Nein, mir passen noch die Hosen vom letzten Jahr. Der Eindruck kommt wohl daher, dass ich vor ein paar Jahren mal dem Diätwahn verfallen bin. Das war eine dumme Episode. Ich steuere langsam auf die 50 zu, da muss ich kein Modell-Athlet mehr sein. Ich stehe nicht mehr jeden Tag auf die Waage.

Und wo schlagen Sie mal über die Stränge?
Ich bin ein Genussmensch. Ich habe einen Gasgrill und ein Keramik-Ei, darauf grilliere ich das ganze Jahr, auch im Winter. Ein feines Rindsfilet, nieder gegart, und dazu ein gutes Glas Wein – herrlich!

Am «Superzehnkampf» gibt es viel Action. Auch Sie sind umkämpft. Man liebt oder hasst Sie. Wie gehen Sie damit um?
Als ich vor 20 Jahren beim Fernsehen anfing, hat es mich belastet. Wirklich. Das ist vorbei. Ich muss eine Meinung haben als Kommentator, das passt nicht allen. Okay, damit kann ich leben. Allerdings habe ich mich aus Facebook zurückgezogen. Mich im Netz beschimpfen zu lassen, wurde mir einfach zu blöd.

Sie finden also: Soziale Medien sind ein Teufelszeug?
Die Grundidee von Social Media finde ich toll, sie werden aber oft als Hassventil missbraucht. Sie können krank machen. Ich habe es satt, 200 Kommentare zu lesen, viele davon unter der Gürtellinie. Eigentlich müssten wir von asozialen Medien sprechen. Es braucht sie nicht, sie bringen mir keine Erleuchtung.

Sie haben einen bald fünfjährigen Sohn. Spielt er schon Games auf dem Handy?
Nein, Matti Petter schaut sich Zeichentrickfilme auf dem iPad an. Aber meine Partnerin Vera und ich achten darauf, was er konsumiert. Wir haben alle die Verpflichtung, unsere Kinder durch den Dschungel von Technologien zu führen. Medienpädagogik wird auch zuhause immer wichtiger.

Wie kamen Sie zum Namen Matti Petter?
Vera und ich sahen, wie der finnische Skispringer Matti Hautamäki an der Vierschanzentournee schwer stürzte. Man fällt im Leben oft auf die Schnauze, aber er stand wieder auf. Das hat uns beeindruckt. Und Petter Northug war der beste Langläufer damals, ein Eigenbrötler, der sich nicht verbiegen liess. Auch er hat uns imponiert. Wir wollten einen Namen, damit er einmal weiss, warum er so heisst. Ich heisse zum Beispiel Sascha, weil mein Vater ein grosser Fan von Chansonnier Sacha Distel war. Auch wenn ich ihn nur von Bildern kenne, gab mir das eine Orientierung.

Spielt Ihr Sohn Fussball?
Nein, er ist kein Fussballer, muss ich leider feststellen. Das hat mich nicht gerade in eine Lebenskrise gestürzt, er spielt mit der Eisenbahn, mit Figuren. Im Sommer kommt er in den Kindergarten, vielleicht wird dort seine Liebe zum Ballsport entdeckt.

Checkt er, dass der Vater beim Fernsehen kommentiert?
Ich glaube, er registriert es nicht richtig. Er sieht einfach, dass der Papa über den Bildschirm flimmert. Manchmal machen wir ein Spiel. Wenn er schlafen gehen soll, kommentiere ich das: «Matti Petter dribbelt jetzt in sein Zimmer, zieht den Pyjama an, schiesst sich ins Bettchen.» Dann lacht er laut.

Sie sind viel auf Achse. Wie geht Ihre Frau damit um?
Sie kennt mich nur so. Aber diesen Sommer habe ich schon gemerkt, dass mir dieser WM-Marathon zusetzt. Ich fühlte mich danach müde, ausgelaugt. Und ich merke, dass ich nicht mehr mit der gleichen Motivation verreise wie früher, und dass mir die Familie wichtiger geworden ist.

Wollen Sie noch ein weiteres Kind?
Die Familienplanung kommt im Moment nicht an erster Stelle. Es ist ein Privileg, schon ein einziges Kind haben zu können. Und wenn es dann noch gesund ist, muss man dankbar sein.

Wer ist strenger – der Vater oder die Mutter?
Vera ist klar die Chefin im Hause, sie ist seine Bezugsperson. Und das ist richtig so. Ein Kind braucht Grenzen, ich kann nicht so recht durchgreifen (lacht).

Sie haben früher auch Unterhaltungssendungen moderiert. Nicht Lust, da wieder einzusteigen?
Die TV-Unterhaltung hat sich stark gewandelt. Schlagershows werden oft auch von Interpreten moderiert – Helene Fischer oder Florian Silbereisen. Mein Typ ist da nicht mehr gefragt.

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