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«House of Cards»: Von der Wirklichkeit abgewatscht

Die fünfte Staffel von «House of Cards» sorgt für gemischte Reaktionen. Denn die Politsatire wird von der Realität eingeholt.

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Robin Wright und Kevin Spacey als First Couple in «House of Cards». play
Robin Wright und Kevin Spacey als First Couple in «House of Cards». Netflix

Dank intelligenten Scripts, vollgepackt mit beissendem Sarkasmus, gehört «House of Cards» zu den Highlights unter den TV-Serien. Für Netflix ist die Show sogar so wichtig, dass sie den Börsenkurs beeinflusst. Kein Wunder: Kritiker und Publikum waren sich selten so einig wie beim Intrigantenstadl aus dem Weissen Haus. Dem US-Streamingdienst beschert es bislang mit jeder neuen Staffel eine Vielzahl von neuen Abonnenten.

Mit der seit kurzem erhältlichen fünften Staffel weht «House of Cards» nun aber erstmals ein etwas steiferer Wind entgegen. In den sozialen Medien häufen sich Stimmen, die den neuen Folgen Ideenlosigkeit vorwerfen. Auch die Kritiker sind nicht mehr so einhellig begeistert: Beim Bewertungsportal rottentomatoes.com steht die aktuelle Season bei 74 Prozent positiven Reviews – der schwächste Wert aller bisherigen Staffeln. Ein Grund dafür scheint gefunden: Weil Donald Trump beinahe wöchentlich für ­einen Tabubruch sorgt, wird die Politsatire von der Realität regelrecht abgewatscht.

Hauptdarstellerin Robin Wright beklagte sich denn auch in einem Interview, der aktuelle US-Präsident habe sich Themen aus «House of Cards» für seine Auftritte abgeschaut. Tatsächlich profitierte die Serie davon, dass sie das Machtspiel lustvoll auf und über die Spitze hinaus trieb. Wie die Agentenserie «Homeland» wird sie von der Realität mehr und mehr eingeholt. Plötzlich, so schreibt der englische «Guardian», befinde sich die Show im Hintertreffen gegenüber der Aktualität. Das sei schade – «sie hätte so subversiv werden können, wenn Hillary Clinton gewonnen hätte».

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