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«Ich will kein Opfer mehr sein»: Lizzie (27) wehrt sich gegen beleidigende Internet-Memes

Normalerweise sollen Memes ja witzig sein. Lizzie Velasquez verging aber das Lachen, als sie ein fieses Bild mit sich selbst darin entdeckte.

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Sie wird im Netz für ihr Aussehen verspottet. Doch Lizzie (27) will kein Opfer mehr sein. play
Sie wird im Netz für ihr Aussehen verspottet. Doch Lizzie (27) will kein Opfer mehr sein. Instagram

Es scheint momentan der neuste fiese Trend in den Sozialen Medien zu sein. Statt lustigen Dingen wie «Michael muss dir eine Pizza bezahlen. Markiere ihn unter diesem Post», machen jetzt beleidigende Sprüche wie «Michael sagte, er würde mich auf ein Date treffen. Er ist spät dran. Könnte ihn jemand markieren und ihm sagen, dass ich immer noch warte?» die Runde. Als Hintergrund dient das Foto einer scheinbar unbekannten Person, die von vielen abschätzig als «hässlich» betitelt wird.

Diese beleidigenden Memes werden im Netz tausendfach geteilt – und die meisten finden sie witzig. Doch wie fühlt es sich an, wenn plötzlich kein Unbekannter mehr auf dem Foto ist, sondern man selbst? Die Texanerin Lizzie Valesquez hat genau das erfahren. Sie ist in den letzten Wochen überall im Netz auf ein Meme mit einem Porträt von sich gestossen. Lizzie fühlte sich verletzt und beschloss, sich öffentlich dagegen zu wehren.

I've seen a ton of memes like this all over @facebook recently. I'm writing this post not as someone who is a victim but as someone who is using their voice. Yes, it's very late at night as I type this but I do so as a reminder that the innocent people that are being put in these memes are probably up just as late scrolling through Facebook and feeling something that I wouldn't wish on my worst enemy. No matter what we look like or what size we are, at the end of the day we are all human. I ask that you keep that in mind the next time you see a viral meme of a random stranger. At the time you might find it hilarious but the human in the photo is probably feeling the exact opposite. Spread love not hurtful words via a screen. Xoxo Lizzie

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Die 27-Jährige ist Anfeindungen wegen ihres Aussehens gewohnt. Lizzie entspricht nicht dem gängigen Schönheitsideal. Eine seltene Krankheit verhindert, dass ihr Körper Fett einlagert. Darum ist sie extrem dünn. Aber die junge Frau polarisiert im Netz mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrem Talent, Leute darin zu stärken und zu motivieren. Auf ihrem Youtube-Kanal hat sie über 700'000 Abonnenten und fast genauso viele auf Instagram.

«Egal wie wir aussehen oder wie groß wir sind, am Ende des Tages sind wir alle Menschen.»

«Ich schreibe diesen Eintrag nicht als Opfer, sondern als jemand, der seine Stimme nutzt.» Zu sehen, wie sich Leute so über sie lustig machen, löse in ihr ein Gefühl aus, das sie ihrem schlimmsten Feind nicht wünsche. «Egal, wie wir aussehen oder wie groß wir sind, am Ende des Tages sind wir alle Menschen», schreibt sie. Und genau diese Botschaft sollten die Menschen immer im Hinterkopf behalten, bevor sie im Netz etwas liken oder teilen. «In dem Moment findest du das vielleicht witzig, aber der Mensch auf dem Foto fühlt wahrscheinlich genau das Gegenteil.» Sie schliesst den Post mit dem Satz: «Verbreitet Liebe – keine verletzenden Worte».

Ihr Beitrag erhielt viel Zuspruch. Ausserdem wurde eine Facebook-Seite, die die Memes von ihr verbreitete, mittlerweile offline genommen. Ein kleiner Erfolg und hoffentlich der Auslöser, dass die Menschen zuerst denken und erst dann liken – oder eben genau nicht.

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