Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

Geiger David Garrett nach Sex-Skandal: «Ich habe meinen Freundeskreis minimiert»

BERLIN - David Garrett machte in den letzten Jahren vor allem mit seinem Sex-Skandal zu reden. Jetzt ist der Rechtsstreit dazu beigelegt, das Leben des Star-Geigers dreht sich weiter. Im Interview erzählt er, wie er die Dinge heute sieht.

72 Reax , 1'042 Views
teilen
teilen
0 shares

Lange hat er geschwiegen. Nach seinem Sex-Skandal 2016 wurde es ruhig um David Garrett (37). Jetzt meldet sich der Star-Geiger zurück. Zum Interview lädt er ins edle Hotel Adlon nach Berlin. Der langhaarige Musiker gibt sich bestens aufgelegt, er erzählt allerdings lieber von seinem Bandscheibenvorfall, der ihn acht Monate lang lahmlegte, als von den erotischen Ausschweifungen mit seiner Ex-Verlobten, dem US-Pornosternchen Ashley Youdan (29).

BLICK: Ihre neue Tournee heisst «Unlimited». Turnen sie künftig wie Schlagerstar Helene Fischer an der Hallendecke herum?
David Garrett: (Lacht) Nein, nein. Wie soll ich mit einer Geige in der Hand schon herumturnen können? Das lasse ich lieber bleiben.

Die Tournee mit dem «Greatest Hits»-Programm führt Sie am 14. Mai 2019 auch ins Zürcher Hallenstadion. Was mögen Sie an unserem Land?
Die Schweiz strahlt eine unglaubliche Ruhe aus. Die lerne ich immer mehr schätzen. Und natürlich liebe ich Schokolade.

Die Haare haben Sie während Ihrer Abwesenheit nicht geschnitten. 
Momentan lasse ich sie wie gewohnt. Mal schauen, was nach der Tournee kommt!

Haben Sie ein Haargeheimnis?
Nein. Einmal habe ich mir sagen lassen, dass es besser sei für die Haare, verschiedene Shampoos zu benutzen. Durch das viele Reisen habe ich in jedem Hotel ein anderes. Scheint was zu bringen.

2016 waren Sie wegen eines Sex-Skandals in aller Munde. Was haben Sie aus dieser Zeit gelernt?
Ich achte heute mehr darauf, mit was für Menschen ich mich umgebe. Ich habe den Kreis der richtigen Freunde minimiert.

Wie sieht Ihr Liebesleben heute aus?
Momentan bin ich Single und konzentriere mich aufs Berufliche. Das ist okay, ich hatte einen schönen Sommer, habe viel Zeit mit meiner Mutter, der Familie und Freunden verbracht. Ein paar Wochen war ich auf Mallorca, ein paar Wochen in New York. Und ich musste natürlich in die Reha.

Wegen eines Bandscheibenvorfalls mussten Sie mehrere Konzerte absagen.
Acht Monate lang war ich deswegen in Behandlung. Das war schon eine lange Zeit und sie war hart für mich. Ich wollte natürlich üben und auf der Bühne stehen, stattdessen musste ich jeden Tag zwei Stunden in die Physiotherapie.

Wie war es, als sie nach so langer Zeit wieder Geige spielen durften?
Ich war positiv überrascht, wie schnell ich wieder reingekommen bin. Drei Stunden habe ich gebraucht, dann war ich wieder drin. Eigentlich ein bisschen wie beim Fahrradfahren.

Wie entspannen Sie sich?
Ich lese ein Buch oder mache einfach gar nichts. Als ich die Diagnose Bandscheibenvorfall bekam, bin ich mit meiner Mutter nach Bali gereist. Dort machten wir eine dreieinhalbwöchige Ayurveda-Kur. Mit Yoga und Atemübungen. Das war eine schöne Sache. Ich fange an, das Einfache mehr zu schätzen.

Sie wurden als Kind von Ihren Eltern sehr gefördert. Würden Sie das bei Ihren Kindern auch machen?
Ich würde meinem Kind kein spezifisches Instrument nahelegen. Aber klar würde ich es auch an Konzerte mitnehmen. Wenn dadurch eine Faszination fürs Musikmachen entstünde, wäre dies natürlich wunderbar. Aber ich wäre auch nicht enttäuscht, wenn mein Kind sich dann doch für einen anderen Beruf entscheidet.

Was macht Sie glücklich?
Freunde und Familie, für die ich mir in den letzten Monaten bewusst viel Zeit genommen habe. Das stärkt die Freundschaften.

Was macht Sie traurig?
Nicht viel. Ich bin ein sehr gut gelaunter Mensch.

Vom Musterknaben zum Skandal-Geiger

1980 wurde David Garrett als Sohn eines deutschen Geigenauktionators und einer US-Ballerina geboren. Mit vier wagte er sich erstmals an die Geige, mit Klassik-Crossover begeistert er seit mehr als zehn Jahren die Massen: Über drei Millionen Alben hat er verkauft. 2016 der Bruch vom Musterknaben-Image: Seine Ex-Verlobte Ashley Youdan behauptete, von ihm geschlagen und zu bizarren Sex-Praktiken gezwungen worden zu sein. Sie verlangte zwölf Millionen Dollar Schadenersatz. Garrett dementierte und sprach von Erpressung. Ende 2016 wurde der Streit aussergerichtlich beigelegt.

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren