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Kinokritik: Kleine Helden für die Kids

«The Lego Ninjago Movie» schickt die aktuellen Helden aus dem Kinderzimmer in eine «Transformers»-artige Materialschlacht. Sie findet, der Film sei auch für Erwachsene ein Hit. Er würde lieber mit Legosteinen spielen.

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Vater-Sohn-Konflikt: Lego-Lloyd führt seine ­Ninjas an. play
Vater-Sohn-Konflikt: Lego-Lloyd führt seine ­Ninjas an. Courtesy of Warner Bros. Pictures

Das sagt Lukas Ruettimann:

Kinder haben es auch nicht leicht.  In einer Welt, in der alle jung sein wollen, ist es eine echte Herausforderung, sich von Erwachsenen zu unterscheiden. Gut nur gibt es Lego Ninjago. Denn während bei den klassischen Klötzchen ­Eltern und Kids gleichermassen leuchtende Augen kriegen und der eine oder andere Vater das «Star Wars»-Set mit Jabba the Hutt vielleicht doch eher für sich selbst als für seinen Sohn gekauft hat, besteht diese Gefahr bei Ninjago weniger.

Etwas «Spider-Man», etwas «Lord of the Ring», «Star Wars» und eine Prise fernöstliche Esoterik – Lego Ninjago ist so originell wie ein Film von Michael Bay. Dazu passt, dass sich «The Lego Ninjago Movie» stellenweise wie «Transformers 5» anfühlt. Schnelle Schnitte, lärmige Action, viel Chaos, billiges Pathos – viel besser als «The Last Knight» ist dieser Film nicht. Dass die Dänen es besser können, haben sie mit ihrem «Lego Movie» und kürzlich mit dem «Lego Batman Movie» gezeigt. Die vielen witzigen Seitenhiebe auf die aktuelle Popkultur haben diese Filme auch für Erwachsene zum Erlebnis gemacht. Bei «The Lego Ninjago Movie» hingegen habe ich gedanklich irgendwann am Lego-Millennium Falcom zu basteln begonnen. Zum Glück werden das die meisten Kids völlig anders sehen.

Bewertung: 2 von 4 Sternen

 

Das sagt Nina Mäder:

Mit gemischten Gefühlen ging ich ins Kino. Denn ich habe schon eine Ewigkeit keinen Kinderfilm mehr gesehen. Aber ich wurde überrascht: Er ist durchaus für Erwachsene geeignet. Neben den üblichen Action-Moves der Ninjagos behandelt der Film auch ernste Themen wie den Verstoss des Kindes durch seinen Vater. Der Sohn, die Hauptfigur Lloyd, hat sehr mit diesem Trauma zu kämpfen. Seine Schulkameraden haben sogar Lieder komponiert, um ihn fertigzumachen. Denn man kennt seinen Dad in der ganzen Stadt.

Die Botschaft ist trotzdem: Man kann alles schaffen, sobald man seinen inneren Frieden gefunden hat. Natürlich darf auch Jackie Chan in einem Actionfilm nicht fehlen. Er gibt dem weisen Meister Wu die Stimme. Trotz des traurigen Themas habe ich mich einige Male erwischt, dass ich laut ­lachen musste. Eine Katze als Mega-Monster, witzige Sprüche vom ultimativen Bösewicht und «dope Moves» vom Meister Wu. Der ­Jugend-Jargon spricht das jünge­re Publikum sehr an. Einzig die ­3D-Version hätte man sich sparen können. Es gibt im ganzen Film keine Szene, wo diese nötig gewesen wäre. Für Brillenträger ist es dafür umso nerviger, über die Sehbrille noch eine Spezialbrille setzen  zu müssen.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

 

Gut zu wissen: 

«The Lego Ninjago ­Movie»

Abstract: Ninjago ist in Gefahr. Regelmässig macht sich Bösewicht Garmadon auf, um mit seinen Schurken die ­Insel zu erobern. Glück­licherweise stellen sich ihm sechs mutige Ninjas in den Weg. Nun aber wird die Sache persönlich. Lloyd, der grüne Ninja, ist der Sohn von Garmadon, und der Kampf gegen seinen ­Vater macht ihn fertig. Als dieser die ultimative Waffe erobert, kommt es zum Showdown.

Länge: 100 Min.

Land: USA

Besetzung: Jackie Chan, Dave Franco, Justin Theroux, Michael Pena, Zach Woods

Regie: Charlie Bean, Paul Fisher, Bob Logan

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