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Interview mit Dabu Fantastic: «Bei einem politischen Rechtsrutsch drehen wir ein virales Video»

Am 10. Dezember wird das erste Mal der Webvideopreis Schweiz verliehen. Dort auf der Bühne zu sehen: Dabu Fantastic! Wir haben mit «Angelina»-Sänger Dabu Bucher über Internet-Stars und soziale Medien gesprochen.

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DJ Arts (l.) und Dabu Bucher als Dabu Fantastic. play
DJ Arts (l.) und Dabu Bucher als Dabu Fantastic.

blickamabend.ch: Welchen Einfluss hat Youtube auf euren Erfolg?

Dabu Bucher: Youtube war schon wichtig für uns, als wir das erste Mal mit dem Song «Jedä hät än Mac» auf uns aufmerksam gemacht haben. Wir haben selber das Video gedreht und für damalige Verhältnisse ging es auf Youtube recht steil und viral. Da haben wir gemerkt, dass dieses Youtube-Ding doch noch nützlich sein kann.

Ich denke, heute gehen viele Leute auf Youtube nicht nur, um sich Clips anzuschauen, sondern weil sie dort Musik hören. Unser Song «Angelina» hat meiner Meinung nach so viele Klicks, weil die Leute sich das Lied auf diesem Weg reinziehen. Wenn man seine Songs deshalb nicht bei Youtube hochlädt, dann kriegen all diese Leute eben nichts von deiner Musik mit.

Wie sieht es mit anderen sozialen Medien aus? Wie viel tragen sie zum Erfolg bei?

Wir haben das bei uns noch nie richtig professionell gemessen. Es gibt einem aber ein gutes Gefühl, weil man so viele Rückmeldungen und Likes bekommt. Doch entscheidend ist am Ende, wie viele Leute an unsere Konzert kommen oder unsere Platten kaufen. Aber es ist cool, um so mit den Fans zu kommunizieren.

Vor zehn Jahren gab es so was wie Facebook-Stars noch gar nicht. Was hältst du von dieser Entwicklung?

Ich finde es cool, dass es möglich ist, ohne riesige Strukturen etwas zu erreichen. Du kannst mit einem geilen Clip theoretisch ein Star werden. Wobei das heute auch nicht mehr ganz einfach ist, da man auch bei Facebook mittlerweile viel Geld reinstecken muss, damit die Leute die Posts auch wirklich sehen. Vor fünf Jahren, als Facebook und Youtube noch nicht so gearbeitet haben, war es noch leichter, einfach so etwas zu erreichen.

Folgst du selber irgendwelchen Youtube-Vloggern oder Facebook-Stars?

Ich finde Moneyboy und die ganze Glo up Dinero Gang sehr interessant. Ich hab die immer verfolgt und folge auch heute auf allen Plattformen. Ich finde das faszinierend, weil er eigentlich ein Musiker ist, der keine Platten verkauft. Da passiert alles im Netz.

Wie siehts mit Bendrit oder Zeki von Swissmeme aus?

Die hatte ich nie wirklich auf dem Schirm. Ich denke, ich war auch nie wirklich die Zielgruppe. Was Comedy angeht, schaue ich, was Stefan Büsser macht. Wenn man an die Schweizer Promis denkt, dann ist auch Knackeboul zu erwähnen. Er hat ja mittlerweile eine grosse Reichweite. Ihm folge ich, weil wir auch freundschaftlich verbunden sind.

Wie viel Zeit verbringst du auf sozialen Netzwerken?

Zwischen zwei und drei Stunden pro Tag. Wenn man Whatsapp mitzählt, dann sind es mehr.

Welche soziale Medien nutzt du am liebsten?

Ich bin persönlich ein Twitter-Fan, obwohl es in der Schweiz nicht so gross ist. Ich glaube aber nach wie vor daran, dass es noch kommt. Denn Twitter ist auch dank der Zeichenbeschränkung recht sachlich geblieben. Die Menschen geben sich Mühe, schnell geile Kommentare zu schreiben. Wenn ich den Bachelor schaue, dann lese ich immer gleichzeitig das Twitter-Feed. Das finde ich lustiger als die Sendung selbst. Neben Twitter brauche ich noch Instagram und Facebook. Bei Snapchat bin ich auch, aber das finde ich nicht so wahnsinnig interessant.

Könnte sich Dabu Fantastic vorstellen, virale Clips zu produzieren? Also solche, die nicht nur als Musikvideo den Song begleiten.

Musik steht natürlich im Zentrum und das soll auch so bleiben. Wenn sich aber die politische Lage radikal verändern würde, dann würden wir auch via soziale Medien anfangen, Statements breit zu schlagen, was wir momentan noch nicht so stark machen.

Politische Lage in der Schweiz?

Ja! Wenn ich spüren würde, dass es wirklich einen massiven Rechtsrutsch gibt, was mir persönlich nicht gefallen würde, und es für unsere Vorstellung des Zusammenlebens gefährlich würde, dann kann ich mir gut vorstellen, den Einfluss der Band für solche Sachen zu nutzen. Das machen wir bisher zwar in den Songs, aber nicht in Form von viralen Videos.

Wem drückst du die Daumen am Webvideopreis?

Da das Video von Manillio von denselben Personen gemacht wurde, die auch für uns Videos produzieren, drücke ich ihm die Daumen.

 

Der Webvideopreis Schweiz 2016 wird am 10. Dezember im Stage One in Zürich verliehen. Alle Informationen findest du hier: https://webvideopreis.ch/de

Das sind die Nominierten:

Person of the Year

Gabirano

Nino Schurter

Noeliavidz

Comedy

MisterElia

Zekisworld

Bendrit

Gaming

FadeoutTrashTV

Ur Gamer

D4rky

Best Video of the Year

Shining Pictures

HalfTimeNerds

Music

Manillio

Nickless

Knackeboul

Sport

Manuel Scheidegger

Freerun Zurich

Nicolas Vuignier

360 Grad

Blick VR Cockpit Patrouille Suisse

Cast Audiovisuelle Medien

Matthias Taugwalder & Cyrill Pinto Blick VR

Lifestyle

Faithincuteness

Fashionpupa

Galaxy TV

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