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Interview zum 14. Zurich Film Festival: «Johnny Depp soll bei uns eine gute Zeit haben»

ZÜRICH - Nadja Schildknecht (45), Co-Direktorin des Zurich Film Festivals, über Fördergelder, schlaflose Nächte und Stargast Johnny Depp. Der 55-Jährige stellt am 5. Oktober seinen neuen Film persönlich vor.

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Holen Sie Johnny Depp persönlich vom Flughafen ab? 

Nadja Schildknecht: Früher haben wir unsere Gäste tatsächlich selbst abgeholt, mittlerweile aber haben wir zwischen 500 und 600 Gäste, während des ZFF finden 120 Events statt. Da bleibt mir keine Zeit dafür. Schön, kommt Johnny Depp nach Zürich und stellt zusammen mit dem Regisseur seinen Film «Richard Says Goodbye» vor. Er soll bei uns eine gute Zeit haben. Ich habe gehört, dass er sich für die Fans am Teppich Zeit nehmen möchte – was mich freut.

 

Erwartet wird auch Julian Schnabel. Was bringt ihn in die Limmatstadt? 

Er ist eine sehr spannende Persönlichkeit. Und er ist nicht nur ein weltberühmter Künstler, er hat in Venedig auch die Premiere seines Films über van Gogh gefeiert. Hier in Zürich gibt er eine öffentliche Masterclass und wird seine enorme Erfahrung in Kunst und Filmemachen mit dem Nachwuchs und Interessierten teilen. 

Sie haben bereits viele Top-Stars nach Zürich gebracht. Macht das auch Druck, jedes Jahr wieder neue grosse Persönlichkeiten heranzuschaffen? 

So würde ich das nicht nennen. Es gibt einige Gäste, welche gerne wieder kommen, wie in diesem Jahr beispielsweise Iris Berben oder Dev Patel. Natürlich stellt sich oft die Frage, ob es sich die Persönlichkeiten, welche ihren Film vorstellen möchten, während des ZFF-Zeitfensters auch einrichten können, nach Zürich zu reisen. Oftmals sind sie nämlich irgendwo am Drehen. Dass es aber jedes Jahr so viele Gäste schaffen, zeigt, dass das Vertrauen in uns in diesen 14 Jahren gefestigt wurde.

Druck macht auch das Finanzielle – das Bundesamt für Kultur hat für dieses Jahr den Geldhahn zugedreht. 

Das ist natürlich schwierig, weil die öffentlichen Gelder sehr wichtig sind, um Projekte finanzieren zu können, welche nicht den direkten Return of Investment generieren – wie beispielsweise die Masterclass, welche zum Herzstück des Festivals gehört. Wir haben nun die Firma so umgebaut, dass sie dem entspricht, was sich das BAK vorstellt. Die strukturelle Veränderung wirkt sich positiv aus, denn das BAK hat signalisiert, dass es bereit sei, die Fördervereinbarung mit dem ZFF für die Jahre 2019 und 2020 auszuarbeiten und voraussichtlich per Ende 2018 zu finalisieren.

Gibt es viele schlaflose Nächte vor dem Festival? 

Sicher gibt es diese, aber manchmal auch nach dem Festival. Denn dann geht meine Arbeit gleich mit Hochdruck weiter. Aber jetzt freue ich mich zuerst auf das diesjährige ZFF und hoffe, dass die 160 Filme, welche wir weltweit ausgesucht haben, die Besucher wieder begeistern. 

Wer ist sie?

Nadja Schildknecht (45) hat im Jahr 2005 mit zwei Partnern das Zurich Film Festival gegründet und ist seither Geschäftsführerin und Co-Direktorin des erfolgreichen Filmfestivals. Dabei verantwortet sie hauptsächlich die Bereiche Finanzen, Marketing, Sponsoring und die Event-Organisation. Sie ist zudem im Verwaltungsrat der AG Hallenstadion. 

Film-Highlights

Johnny Depp mit «Richard Says Goodbye»: Der Filmpirat und Musiker feiert in Zürich Weltpremiere mit der Tragikomödie um einen todkranken College-Professor. Freitag, 5. 10. 

Viggo Mortensen mit «Green Book»: Der Hollywood-Star mit dänischen Wurzeln eröffnet das ZFF mit einem Film zum Thema Rassentrennung im Amerika der 1960er-Jahre. Freitag, 28. 9. 

John C. Reilly mit «The Sisters Brothers»: Der Charakterschauspieler kommt mit seiner fabulösen Westernkomödie ans ZFF. Freitag, 28. 9. 

Judi Dench mit «Red Joan»: Die Grand Old Lady des britischen Kinos erhält den Golden Icon Award und präsentiert ihren neuen Spionagethriller. Mittwoch, 3. 10. 

Joel Basman mit «Wolkenbruch»: Die neue Komödie von Regisseur Michael Steiner um eine Romanze im jüdisch-orthodoxen Milieu. Samstag, 29. 9.

Das Zurich Film Festival zeigt vom 27. September bis 7. Oktober 160 Produktionen aus 48 Ländern.

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