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Kino Kritik: Flitzer: Der grösste Schweizer Hit

«Flitzer» ist ein Schweizer Film voller Schwung, Witz und nackter Haut. Beide sind sich einig – sie glauben wieder an das Gute im Film.

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Illegale Flitzer-Wetten: Bendrit Bajra (l.) und Beat Schlatter. play
Illegale Flitzer-Wetten: Bendrit Bajra (l.) und Beat Schlatter. © Frenetic Films

Das sagt Lukas Ruettimann:

Ich dachte, es liegt an mir. Nach einem Sommer voller Blockbuster-Enttäuschungen war ich drauf und dran, die Flinte ins Korn zu werfen. «The Mummy», «Tranformers», das ganze Comic-Zeugs – da kann einem schon mal die Lust am Kino abhanden kommen. Doch dann setzt man sich in einen kleinen Schweizer Film und sieht dort ­alles, was man so schmerzlich vermisst hat. Originelle Ideen. Gelungene Gags. Feine Seitenhiebe. Eine spannende Handlung ohne Logiklöcher so gross wie der Bodensee. Darsteller, denen man den Spass am Film anmerkt. Herrlich!

Gut, Regisseur Peter Luisi hat schon mehrfach angedeutet, dass er ein Talent für lockere Komödien hat. Die zögerliche Anerkennung des Feuilletons darf man in diesem Zusammenhang als Kompliment nehmen; bei «Flitzer» wird es nicht anders sein. Aber wer ­anderthalb Stunden Spass ohne Superhelden, Gewaltorgien oder 50 Shades of Irgendwas haben will, liegt hier genau richtig.

Nicht, dass «Flitzer» nicht auch sexy wäre. So viel nackte Haut hat man in einem Schweizer Film lange nicht gesehen. Aber es passt zur Geschichte, genau wie die vielen witzigen ­Cameos von Prominenten. Wem also «Blade Runner 2049» zu aufgeblasen und pseudointellek­tuell ist, soll sich diesen Film geben. Könnte gut sein, dass man danach wieder ans Gute im Film glaubt.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

 

Das sagt Carolina Lermann:

Sich ohne grosse Erwartungen einen Film anzusehen, ist meistens das Beste, was man machen kann. Man wird nicht enttäuscht – im besten Falle vielleicht sogar positiv überrascht. Zuletzt ist mir dies bei «Intouchables» passiert. Sie wissen schon, dem fantastischen Film über eine ungleiche wunderbare Freundschaft. Allerdings ist das jetzt schon sechs Jahre her, und ich hatte fast vergessen, wie schön ein Film sein kann, der ohne CGI, dröhnende Soundeffekte und komplizierte Schnitttechniken auskommt.

«Flitzer» erinnert einen wieder daran, dass eine witzige Geschichte und tolle Schauspieler (ja, auch Bendrit Bajra überzeugt als Klischee-Kleinmafioso) den Gang ins Kino zum wunderbaren Erlebnis machen können. Der Film von Peter Luisi ist ein richtiger Feel-Good-Movie und hat mit ein wenig Glück auch ausserhalb der Schweiz das Zeug dazu, Erfolg zu haben – was sicher nicht an der vielen nackten Haut liegt. Die ist nämlich, um ehrlich zu sein, zum Teil nicht ganz so nett anzusehen.

Es mag unsinnig klingen: Wenn im Film jemand nackig über ein Fussballfeld flitzt, von Tausenden von Fans gefeiert wird und im über­tragenen Sinne seine Ängste besiegt, rührt mich das tatsächlich zu Tränen. Zum Glück bin ich nicht die Einzige – schnäuzende Nasen im Kinosaal können das bestätigen.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

 

Das sollte man zu «Flitzer» wissen:

Abstract: In der Hoffnung, sich aus einer prekären finanziellen Notlage zu retten, kommt Deutschlehrer Balz Näf auf die Idee, Flitzer für Sportwetten einzusetzen. Doch während er und sein Team das Flitzen zu neuem Trendsport-Status verhelfen, verbessert sich seine Situation nicht. Im Gegenteil. Es hilft auch nicht, dass er sich ausgerechnet in die Fahnderin verliebt, die ihm das Handwerk legen soll. Letztendlich gibt es für den Lehrer nur ­einen Ausweg: Er muss selber seinen Mann stehen.

Länge: 98 Min.

Land: Schweiz

Besetzung: Beat Schlatter, Bendrit Bajra, Doro Müggler

Regie: Peter Luisi

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