Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

Kinokritik: «Bullyparade»-Film: Scherz, lass nach!

In Michael Herbigs Film «Bullyparade» gehts um Humor, und den finden unsere Kritiker nicht immer zum Totlachen.

31 Reax , 879 Views
teilen
teilen
0 shares

Das sagt Lukas Rüttimann:

Okay, es ist dünnes Eis. Aber ich wage zu behaupten, dass deutsche und Schweizer Komik nicht wirklich kompatibel sind. Die Deutschen in meinem Umfeld verfügen zwar über einen feinen Humor. Aber wenn ich auf RTL und Co. sehe, wie Mario Barth oder Atze Schröder die Massen begeistern, muss ich kapitulieren – sorry!

Klar, es gibt den unerreichten Loriot; und Bully Herbig ist in der Tat nicht wirklich schlimm. Doch den «Schuh des Manitu» – den erfolgreichsten deutschen Film aller Zeiten – würde ich mir freiwillig kein zweites Mal antun. Dummerweise ist «Bullyparade – Der Film» genau das: ein Aufguss der Hits aus der «Bully­parade». Wirklich viel Neues ist Herbig, Tramitz und Kavanian jedenfalls nicht eingefallen. Das enorme Gag-Tempo ist kein Vorteil, sondern wirkt eher wie ein Akt der Verzweiflung. Genauso wie die unzähligen Cameo-Auftritte, die über fehlende Inspiration hinwegtäuschen sollen. Dabei hat der Film gelungene Momente. Etwa, wenn Herbig bei «Zurück in die Zone» in einer «Back to the Future»-Persiflage die grassierende DDR-Nostalgie aufs Korn nimmt.

Ich will keine Spassbremse sein und vergebe drei Sterne. Immerhin finden uns die Deutschen ja wahnsinnig kompatibel – und lachen sich bei Emil, Marco Rima oder DJ Bobo gern mal einen Schranz in den Bauch.

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Das sagt Carolina Lermann:

Mit dem Humor ist das so eine Sache. Die einen findens urkomisch, die anderen versinken vor Fremdscham im Erdboden. Während «Bullyparade – Der Film» zählte ich definitiv zu Letzteren – und das, obwohl ich Deutsche bin, lieber Herr Rüttimann.

Als «Der Schuh des Manitu» erschien, war ich 13 Jahre alt und fand das Ganze wahnsinnig witzig. Das lag sicher am Alter und nicht an der Nationalität. Und heute? Infantile Jokes und flache Witze ohne Pointen sind nicht mehr mein Ding. Zum Glück! Vielleicht hat der Schweizer Humor schon auf mich abgefärbt. Gelacht wurde während des Films jedoch trotzdem, und zwar laut und herzhaft. Es gibt sie also noch, die Bully-Herbig-Anhänger!

Eins muss man dem Multitalent auch lassen: Deutsche Filme mit Hollywood-Flair, aber ohne Hollywood-Budget zu produzieren, das kann er ganz gut! Cameo-Auftritte, wie die von ­Elyas M’Barek, Til Schweiger und Matthias Schweighöfer bringen Abwechslung in die fünf Episoden. ­Peter Maffay liefert den besten Gag der gesamten «Bullyparade» (und das mag was heissen). Während des Films die Augen offen halten: Der Star steckt im Detail!

Fazit: Wer die TV-Show lustig fand, wird sich auch über den Film amüsieren. Freut euch auf eine Rückkehr mit Lutz und Löffler sowie Captain Kork und Mr. Spuck!

Bewertung: 2 von 5 Sternen

Gut zu wissen:

Abstract: Episodenfilm mit den Stars der aus dem deutschen TV bekannten «Bullyparade»:

In «Winnetou in Love» will ­Ranger seinen Blutsbruder, den Indianer-Häuptling Abahachi, davor bewahren, leichtsinnig eine Ehe einzugehen. In «Wechseljahre einer Kaiserin» besucht das österreichische Kaiserehepaar Franz und Sissi ein Geisterschloss in Bayern. Captain Kork, Mr. Spuck und Schrotty landen hingegen auf dem «Planeten der Frauen» und müssen dessen ausschliesslich weibliche Bevölkerung retten. Dazu gibts Seitenhiebe, etwa auf den «Wolf of Wall Street».

Länge: 100 Min.

Land: Deutschland

Besetzung: Michael «Bully» Herbig, Christian Tramitz, Rick Kavanian, Sky Du Mont

Regie: Michael «Bully» Herbig

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren