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Kinokritik: Düstere Vorahnung

«The Dark Tower» basiert auf dem Buch-Zyklus von Stephen King. Sie ist nicht begeistert – und auch er hat sehr viel mehr erwartet.

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Das sagt Lukas Rüttimann:

Ich weiss: Man soll keine Erwartungen hegen, man wird nur enttäuscht. Bei Stephen-King-Verfilmungen besonders, denn bei denen liegen ­Triumph und Total­absturz seit jeher nah beieinander. Wobei die Vorlagen keine Rolle spielen: Wer etwa hätte gedacht, dass aus «The Mist» ein solcher Knaller wird – während es ­«Dreamcatcher» locker in die Top Ten der miesesten Fantasy-Filme aller Zeiten schafft?

Trotzdem, bei «The Dark Tower» hat man etwas Grosses erwarten dürfen. Immerhin ist das Stephen Kings «The Lord of the Rings», eine achtbändige Saga voller irrwitziger Ideen und abgründiger Fantasy. Originell, schräg, düster und – leider unverfilmbar. So muss das Fazit nach 95 Minuten «The Dark Tower» lauten. Vielleicht ist allein schon die kurze Laufzeit eine Kapitulation. Denn wo bitte soll das imposante Fantasy-Epos Platz haben – in einem Film, kaum länger als eine Folge von «Game of Thrones»?

McConaughey und Elba geben sich zwar Mühe – und über weite Strecken ist der Streifen durchaus unterhaltsam und ansehnlich. Aber er wirkt auch oberflächlich, unfertig, halbherzig und zusammengeflickt. Wobei man das nach den Negativschlagzeilen (Besetzungswechsel, miese Test-Screenings) befürchten musste. Aber eben: Es ist Stephen King – da kommt oft alles ganz anders als man denkt. Diesmal leider nicht.

Bewertung: 2 von 4 Sternen

Das sagt Carolina Küstermann:

Mit den hohen Erwartungen ist das immer so eine Sache, da ging es mir nicht anders als meinem Kollegen Lukas Rüttimann. Allein Idris Elba verspricht ja schon mal sehr viel. Wenn dann noch Verwandlungskünstler und Oscarpreisträger Matthew McConaughey obendrauf gepackt wird, sollte man denken, dass dem Kinoerlebnis nichts mehr im Wege steht. Nun ja – so zumindest die Wunschvorstellung. In der harten Realität sieht das alles wieder ganz anders aus, was vor allem an einem ausschlaggebenden Punkt liegen mag: Wie soll man über 5000 Romanseiten in einen 95-minütigen Film verpacken? Warum nicht mehrere Teile draus machen? Damit hat Hollywood doch sonst auch kein Problem.

Sagen wir es mal so: Der Film wird diejenigen unterhalten, die wegen der Starbesetzung und der visuellen Effekte ins Kino gelockt wurden. Wahre Stephen King-Fans, die alle acht Teile gelesen haben, sollten sich lieber davon fernhalten.

«The Dark Tower» ist ein kurzweiliges Amüsement, welches mich nicht ein Mal zum Gähnen bringt. Leider hinterlässt der Film aber auch keinen bleibenden Eindruck. Das liegt vor allem an der unvollständigen Story und den oberflächlich angeschnittenen Charakteren, die man nicht wirklich kennenlernt. Schade!

Bewertung: 1 von 4 Sternen

 

Länge: 95 Min.

Land: USA

Besetzung: Idris Elba, Matthew McConaughey, Katheryne Winnick, Jackie Earle Haley, Abbey Lee, Claudia Kim

Regie: Nikolaj Arcel

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