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Kinokritik: Gewitter der Pointen

«Thor: Ragnarök» schlägt lustige Töne an, der Donnergott verliert dabei seine lange Mähne. Ihr gefällt das gleich, er braucht etwas Anlaufzeit.

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Chris Hemsworth als Thor. play
Chris Hemsworth als Thor. IMDb

Das sagt Lukas Ruettimann:

Ich habs versucht. Ich wollte diesen Film nicht einfach so ohne Gegenwehr gut finden – einfach, weil ich müde war. Müde von den vielen Marvelfilmen mit ihrer durchorchestrierten Erfolgsformel. Prompt beginnt auch alles wie gehabt: Beim Trashtalk mit Feuerdämon Surtur macht Chris Hemsworth ­einen auf Star-Lord. War zu erwarten, der Trailer hat es angekündigt. Doch der neue Softie-Groove will nicht recht zum Donnergott passen.

Dann aber kommt der Film in die Gänge. Dank der poppigen Fantasywelt, in der Altstars wie Cate Blanchett oder Jeff Goldblum gross aufspielen. Vor allem aber dank dem Comedy-­Talent von Hemsworth. Der Aussie hat Humor und ein perfektes Timing. Sein Kiwi-Kumpel Taika Waititi hat in der coolen Vampir-Satire «What we do in the Shadows» gezeigt, was er drauf hat. Hier kann er sich austoben. Sein Film ist richtig lustig, vermag aber auch emotional zu packen. Klar, beim Gag-Feuerwerk kommt das Drama zu kurz. Doch Mythologie und Pathos fand ich bei diesen Filmen schon immer aufgesetzt. «Thor», das ist für mich mehr Duran Duran als Amon Amarth – und deshalb passen jetzt auch die kurzen Haare. «Thor: Ragnarök» setzt auf Pop-Flair, Spassfaktor und jede Menge ­altes «Star Wars»-Feeling. Sorry Marvel, ich geb’ mich geschlagen: Wie soll man das nicht supertoll finden können? Bewertung: 4 von 4 Sternen

 

Das sagt Carolina Lermann:

Die ersten zwei Thor-Teile gehören zu den düsteren Filmen im Marvel-Universum. «Thor 3: Ragnarök» schlägt nun neue Töne an: Der Sohn von Odin verliert nicht nur seinen mächtigen Hammer und seine wallende Mähne, er gewinnt auch noch eine dicke Portion Humor dazu – was nicht jedem gefallen wird.

Von der ersten bis zur letzten Szene jagt eine Pointe die nächste. Ein ungewöhnliches Witze-Tempo für den Donnergott. Nur einer kann Thor in Sachen Humor überbieten: Spätestens, wenn «Jurassic Park»-Star Jeff Goldblum, der den selbstverliebten und schrillen Grandmaster spielt, über die Kinoleinwand flaniert, lacht auch garantiert der letzte Zweifler. Und auch spätestens jetzt wissen Marvel-Fans, woran «Thor 3» erinnert. Es scheint, als ob die Macher sich Witze-Tempo, Kulisse und Musik vom Kassenschlager ­«Guardians of the Galaxy» abgeschaut haben. Leider wird somit auch die ­drohende Götterdämmerung zur Lachnummer. Durch die hohe Dichte an Schenkelklopfern hat der Zuschauer kaum eine Chance, sich auf die Gesichte der eigentlich tragischen Figuren einzulassen.

Dennoch ist «Thor 3: Ragnarök» ein Film, der Jung und Alt Spass macht. Und wie immer: Augen auf beim Kino-Plausch! Unzählige Cameo-Auftritte heben den Film endgültig in den Comedy-Olymp.

 Bewertung: 3 von 4 Sternen

 

Das sollte man zu «Thor: Ragnarök» wissen:

Abstract: Thor kehrt nach einem Kampf gegen den mächtigen Unterweltdämon Surtur nach Asgard zurück. Todesgöttin Hela will die Welt ins Chaos stürzen. Das kann Thor nicht zulassen. Erst muss er es aber weg vom Schrottplaneten Sakaar schaffen und sich einem furchterregenden, nur allzu bekannten grünen Gegner stellen.

Länge: 130 Min. Land: USA

Besetzung: Chris Hemsworth, Tom Hiddleston, Cate Blanchett, Idris Elba, Jeff Goldblum, Tessa Thompson, Anthony Hopkins

Regie: Taika Waititi

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