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Kinokritik: Unglaublich, Tom Cruise!

Barry Seal» bietet nichts Neues, ausser viel von seinem Hauptdarsteller. Sie mag Tom Cruise nicht, findet den Film aber toll. Er mag ihn, nur den Film nicht so.

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Tom Cruise spielt ­Barry Seal. play
Tom Cruise spielt ­Barry Seal. Universal Pictures

Das sagt Lukas Rüttimann:

Ich gehöre zur oft belächelten Minderheit, die Tom Cruise cool findet. Seinen Enthusiasmus  mag ich einfach, und bislang hatte er auch ein tolles Gespür für erfolgreiches Action-Kino. Ob Scientology eine Rolle spielt oder nicht, ist mir wurst – solange Meisterwerke wie «Edge of Tomorrow» herauskommen. Den hat Cruise mit Doug ­Liman auf die Beine gestellt, genau wie «Barry Seal: Only in America».

Statt Alienkriege sind es hier halsbrecherische Flugmanöver und aberwitzige Schmuggelabenteuer, die das Publikum bei Laune halten sollen. Ersteres funktioniert – Cruise und Liman sind begeisterte Hobbypiloten –, Letzteres weniger. Die Story vom drogenschmuggelnden Normalo habe ich gefühlte hundert Mal gesehen. «Blow» war grandios, «Barry Seal» wirkt wie ein Abklatsch. Dabei hätte der Film einen USP: Limans Vater war Chefberater des US-Senats bei der Iran-Contra-Affäre. Doch der politische Kontext rückt für zu viel Comedy in den Hintergrund.

Und Cruise? Der spielt sich ­einen Bär und rettet den Film. Doch nach «The Mummy» und «Jack Reacher 2» ist das sein dritter Film 2017, der nicht so richtig überzeugen kann. Hoffen wir, dass der neue «Mission Impossible» die Kohlen aus dem Feuer holt. Denn dass der Mann wieder in Talkshows auf dem Sofa rumhüpft, muss selbst für mich als Fan nicht wirklich sein. 

Bewertung: 2 von 5 Sternen

Das sagt Carolina Lermann:

Zugegeben, ich mag Tom Cruise nicht besonders. Das mag jedoch mehr an seiner fanatischen und psychopathischen Art liegen – hallo Scientology! – und nicht an seinem schauspielerischen Talent. In «Top Gun» und «Jerry ­Maguire» habe ich den kleinen Tom jedenfalls ver­göttert. Danach ist er von meinem Hottie-Radar gerutscht; und über seinen letzten Film «Die Mumie» müssen wir an dieser Stelle gar nicht reden.

Nach Filmen wie diesem war ich der Meinung, dass der 55­Jährige lieber altersgerechte Rollen annehmen sollte. «Barry Seal: Only in America» hat mich ­allerdings überzeugt – Cruise kann es noch. Der Schauspieler läuft zu Hochtouren auf und packt sein Multi-Millionen-Dollar-Smile aus. ­Jenes Lachen, das ihn ­berühmt gemacht hat – ­Pilotenbrille inklusive. Doug Limans Action-Komödie unterhält ab der ersten Sekunde. Die Geschichte ist so unglaublich, dass man ­gebannt im Kinosessel sitzt und gar nicht glauben kann, dass das alles tatsächlich mal so passiert ist.

Wer Filme wie «The Wolf of Wall Street» mochte, wird «Barry Seal» ebenfalls grandios finden. Obwohl Seal mehr als unmoralisch handelt, kann man nichts als Sympathie für ihn empfinden. Das liegt vor allem am grossartigen Haupt­darsteller: Tom Cruise alleine ist Grund genug, den Film zu sehen.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Gut zu wissen:

Abstract: Barry Seal nutzt ­seine Fluglizenz, um mit Drogen- und Waffenschmuggel das grosse Geld zu machen. Seine Erfahrung als Schmuggler macht ihn auch für die CIA ­interessant. Barry entdeckt ­jedoch schnell, dass er mit den verschiedensten Parteien Geschäfte machen kann. Er verstrickt sich in ein kompliziertes kriminelles Netz.

Länge: 115 Min.

Land: USA

Besetzung: Tom Cruise, Sarah Wright, Domhnall Gleeson

Regie: Doug Liman

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