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Kinokritik: Vorsicht – tierischer Ernst!

«War for the Planet of the Apes» heisst das düstere Finale der «Planet»-Trilogie. Ihm ist das Affentheater zu ernsthaft – sie findet den Film sogar absurd.

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Das sagt Lukas Rüttimann:

Ich mag Dinge, die sich nicht so wahnsinnig ernst nehmen. Filme etwa. «War for the Planet of the Apes» jedoch nimmt sich ernst – tierisch ernst sogar. Das Finale des neuen «Planet of the Apes»-Reboots ist stellenweise so seriös, dass man sich das Lachen verkneifen muss.

Ernsthaft – es ist verständlich, dass man dem grandiosen Original von 1968 etwas anderes entgegensetzt. Aber muss man deswegen gleich «Apocalypse Now» mit Affen drehen? War die Substanz bei den ersten beiden «Planet of the Apes»-Filmen noch das grosse Plus, wird sie hier zur Hypothek. William Shakespeare, «Heart of Darkness», «The Great Escape» – kein Drama ist Matt Reeves Affentheater zu episch, um nicht zitiert zu werden.

Doch bleiben wir fair: Neutral betrachtet ist «War for the Planet of the Apes» ein sehr guter Film. Visuell toll umgesetzt, durchdacht und überzeugend gespielt. Nicht sehr unterhaltsam, dafür mit Herz und Hirn. Eine Wohltat in einem Blockbuster-Sommer, der uns «The Mummy», «King Arthur» und «Transformers 5» gebracht hat.

Aber eben: Zu lachen gibts hier nichts. Deshalb macht auch der Schulterschluss zum 68er-Original mit dem jungen Cornelius nicht so recht Spass. Denn dabei fehlts nicht nur an Charme, sondern auch an Logik. Wäre «War for the Planet of the Apes» nicht so humorlos – man hätte drüber schmunzeln können.

Bewertung: 3 von 4 Sternen

Das sagt Carolina Küstermann:

Wenn ein ausgewachsener Gorilla auf einem Pferd durch verschneite Wälder galoppiert, gibt das einfach ein absurdes Bild ab. Da kann auch die gross­artigste CGI-Technik nichts dran ändern. Abgesehen von dieser schon rein physisch nicht möglichen Szene ist «War for the Planet of the Apes» aber ein absolutes visuelles Meisterwerk – und macht so die Story, die voller Lücken ist und sich unnötig in die Länge zieht, erträglicher.

Regisseur Matt Reeves lässt die digitalen Primaten im Kampf gegen die Menschheit sehr real aussehen. Dank Motion-Capture und CGI verschmelzen die Figuren mit den Schauspielern, die sie spielen.

Affengang-Anführer Caesar wird zum dritten Mal von Ausnahmetalent Andy Serkis verkörpert, der bereits Gollum in der Herr-der-Ringe-Trilogie zum Leben erweckte (gebt dem Mann doch endlich einen Oscar!). Wenn Orang-Utan Maurice mit treudoofem Blick in die Kamera schaut, lässt das kaum ein Auge trocken – ausser, man durchschaut die offensichtliche Tränendrüsen-Masche. Caesar & Co. werden so menschlich dargestellt, dass man sich während des Kampfs ums Überleben fragen muss, welche Spezies eigentlich animalischer ist: Tier oder Mensch?

Visuell mag der dritte Teil der Reihe zwar in der oberen Liga mitspielen, die Story ist aber leider unausgereift und sehr durchschaubar.

Bewertung: 2 von 4 Sternen

Gut zu wissen

Abstract: Der Krieg, den Koba mit den von der Seuche stark dezimierten Menschen angezettelt hat, ist in vollem Gange. Anführer Caesar geht es dabei nicht länger ums Gewinnen, er will lediglich einen Weg finden, wie er mit seinem Stamm in Frieden leben kann. Doch eine Spezialeinheit will Caesar um jeden Preis tot ­sehen. So werden im Urwald vor den Toren San Franciscos weiterhin blutige Gefechte ausgetragen. Nun gärt im sonst friedliebenden Caesar das Bedürfnis nach Rache. Er ist fest entschlossen, keine Gnade mehr walten zu lassen.

Länge: 140 Min.

Land: USA

Besetzung: Andy Serkis, ­Woody Harrelson, Steve Zahn, Judy Greer, Terry Notary

Regie: Matt Reeves

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