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«Kleidung ist ein Erkennungszeichen»

Die falsche Kleidung im Büro kann für Ärger sorgen. Der Schweizer Knigge Christoph Stokar (58) gibt Tipps.

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Ein Oberlehrer möchte er nicht sein. Aber er ärgert sich, wenn ihn jemand per Mail mit «Lieber Herr Stokar» anschreibt. Das geht nur, wenn man die Person schon persönlich getroffen hat, sagt Christoph Stokar. Sonst muss es «Sehr geehrter Herr ...» heissen. Beim Thema Kleider-Etikette in der Firma ist Stokar aber etwas weniger streng – je nach Firma. Christoph Stokar ist selbständiger Texter und Konzepter in Zürich. Nach der Hotelfachschule Lausanne und Praktika in Zürich, Tokio und ­Basel wechselte er in die Werbebranche. In seinen Büchern «Der Schweizer Knigge» und «Der Schweizer Business-Knigge» vermittelt er, dass guter Umgang nichts mit Katzbuckeln zu tun hat. Wer sich benehmen kann, gewinnt Lebensqualität.

Warum soll man sich für die Arbeit anders kleiden als ­privat? Die Kleidung hat doch keinen Einfluss auf die Leistung.

Weil man im Betrieb nicht sich selber ist. Man ist Teil einer Struktur und repräsentiert die Firma.

Kleiden sich die Jüngeren legerer als die Älteren?

Nein. Ich bin 58. Wir dachten damals, wir könnten in Jeans durchs ganze Leben gehen. Man trug seine Weltanschauung am Leib. Junge Leute sind heute modetechnisch besser aufgestellt. Die haben sogar einen Smoking für besondere Anlässe.

Das grosse Sommerthema sind immer wieder die kurzen Hosen für Männer. Geht das?

Das hängt vom Betrieb ab. In einer Schreinerei wird der Chef keine Krawatte tragen. Wenn alle im Betrieb kurze Hosen tragen, ist das was anderes. Aber ein Versicherungsvertreter in kurzen Hosen, das geht nicht.

Wie vermeidet man den ­Kleider-Fauxpas im Betrieb?

Ist man neu, sollte man sich die ersten Tage eine Stufe besser kleiden, als man es sonst tun würde. Und man sollte das Umfeld beobachten. Was hat wer in der Kantine an? Wer nach oben strebt, sollte sich dem Dresscode der Vorgesetzten anschliessen – aber nicht teurer gekleidet sein als der Chef.

Warum ziehen sich so viele Leute falsch an?

Weil sie vergessen dass Kleidung ein Erkennungszeichen ist. Jede Nuance, aber auch Ihre Mimik und Ihre Gestik – alles kann von anderen gelesen werden. Man sollte sich genau überlegen, ­welche Signale man aussenden möchte. Aber bleiben Sie trotz dieser Tat­sache authentisch, verstellen Sie sich nicht.

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