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Noëmi Manser ist für den Laufsteg zu «opulent»: Ist das wirklich «curvy»?

Noëmi Manser hat für die meisten eine absolute Traumfigur. Trotzdem wird sie in der Modeszene als «curvy Model» gehandelt – obwohl das gefährlich sein kann.

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Heute startet auf RTL II die neue Staffel von «Curvy Supermodel». Unter dem Motto «Echt, schön, kurvig» kämpfen dabei 18 Kandidatinnen, darunter auch vier Schweizerinnen, um den Platz auf dem Siegertreppchen. Dazu gibts einen Modelvertrag bei der Agentur von Jurymitglied Peyman Amin (46). 

Damit greift der Sender einen Trend auf, der sich langsam, aber sicher auch auf den Plakatwänden zeigt. Immer mehr bekannte Marken wie Dove oder H&M setzen auf Models mit Kurven, die auch einmal über der Kleidergrösse 40 liegen können. 

Traumkörper gilt als «curvy» 

Doch was ist «curvy» überhaupt? Ein Grossteil der Modewelt scheint dabei andere Vorstellungen zu haben als das Volk. Aktuelles Beispiel: das Schweizer Topmodel Noëmi Manser (29). Die schöne Baslerin gilt immer noch als «curvy» oder «Plus-Size-Model» – obwohl sie einen durchtrainierten Körper mit den Massen 97-76-106 hat, um den sie zahlreiche Frauen beneiden würden.

«Curvy ist alles über Hüftumfang 95»

«In der High-Fashion-Modewelt gelten nun mal andere Massstäbe», sagt Zineta Blank, Leiterin der Zürcher Modelagentur Visage und Mansers Chefin. «Curvy ist alles über Hüftumfang 95.» Blank sieht zwar, dass es in der Modewelt einen «Wandel zu mehr Natürlichkeit» gebe, auf dem Laufsteg würde sich dieser aber niemals ganz durchsetzen. «Das liegt ganz einfach an der Vorliebe der Designer. Ein Curvy-Model sieht für sie auf dem Laufsteg oft einfach zu opulent aus.» 

Für Oberarzt ist der Begriff «gefährlich»

Eine Frau mit den Massen von Manser als kurvig zu bezeichnen, kann aber sehr gefährlich sein. «Viele junge Frauen nehmen sich Models als Vorbild und identifizieren sich mit ihnen», sagt Dr. Patrick Basi (47), Oberarzt im Zentrum für Essstörungen am Universitätsspital Zürich. «Dadurch, dass Frau Manser einen ganz normalen Körper hat, aber doch nicht so gehandelt wird, kann eine Wahrnehmungsstörung entstehen, die im schlimmsten Fall zur Magersucht führt.» 

Auch Manser selbst würde gerne auf den Definitions-Wahn verzichten. «Ich finde es schade, wenn Mädchen öffentlich schubladisiert werden», stellte sie im vergangenen Jahr auf Instagram klar. «Viele Mädchen leiden, oftmals unbewusst, unter dem Druck, einem bestimmten Bild entsprechen zu müssen.» Dennoch: Ganz werde sich die High-Fashion-Welt niemals von den Begriffen lösen. Blank: «Wir bedienen einfach eine Nachfrage.» 

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