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Science-Fiktion Horror: Schaurig-schönes Déjà-vu

«Alien: Covenant» will die Vorgeschichte von H. R. Gigers Alien besser erzählen als «Prometheus». Sie erlebt Urängste, er lässt den inneren Fanboy raus.

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«Alien: Covenant», der neue Film von Ridley Scott. play
«Alien: Covenant», der neue Film von Ridley Scott. Twentieth Century Fox Film Corporation

Lukas Rüttimann sagt:

Schön zu sehen, dass ich nicht der einzige Erwachsene bin, der bei «Alien» zum Fanboy wird. Sogar legendäre Regisseure lässt die Frage nicht los, woher Gigers geniales Geschöpf stammt. James Cameron erfand die eierlegende Alienkönigin, Ridley Scott verwob sein Filmmonster in «Prometheus» gleich mit der Entstehungsgeschichte. Visuell grandios, inhaltlich aber leider ziemlich dämlich.

Intellektuelle Schlaglöcher gibts in «Alien: Covenant» wieder en masse. Einige der in «Prometheus» geschaffenen Fakten werden einfach so über Bord geworfen, stattdessen wird eine neue Theorie zur Entstehung des Xenomorphs präsentiert. In diesem Mittelteil möchte man dem «Alien»-Vater am liebsten zurufen: Lass stecken, Ridley, mach es nicht noch schlimmer! Zum Glück wird der Rückfall ins Pseudo-Philosophische vom grandiosen Michael Fassbender gelindert. Wie auch von einem begeisternden Filmanfang und einem tollen Finale.

Viel Déjà-vu mit den Klassikern gehört dabei zwar zum Programm. Dennoch zeigt «Alien: Covenant» in diesen Szenen, was der Film hätte sein können. Doch nicht nur beim lieblosen Alien-Update aus dem Special-Effekt-Computer hätte man mehr Sorgfalt walten lassen müssen. So sehr mir das Herz blutet – «nur» drei Sterne. Wobei der Fanboy-Bonus da schon fett drinsteckt.

Bewertung: 3 von 4 Sternen

Tanya König sagt:

Man braucht «Prometheus» nicht unbedingt gesehen zu haben, um sich bei «Alien: Covenant» gut unterhalten zu fühlen. Letzterer funktioniert auch als eigenständiger Film. Ridley Scott führt erneut Regie und vereint das Philosophische aus «Prometheus» mit dem Terror aus «Alien».

Zudem erkennen wir die Elemente, die wir kürzlich in Neuerscheinungen wie «Life» oder «Passengers» gesehen haben: Eine Raumschiff-Crew ist mit einer Kolonie unterwegs in eine neue Heimat, es kommt zu einem Unfall, und/oder eine monströse Spezies greift die Crew an. Richtig angst­einflössend ist das nicht, auch wenn ich das aufgrund des Filmplakats befürchtet hatte.

Die Geschichte regt eher zum Nachdenken an: Was passiert, wenn ein Geschöpf Gott spielt? Wann wird Schöpfung zur Zerstörung? Kann der Mensch eine perfekte Kopie seiner selbst kreieren? Natürlich gibt es schlimme Momente. Dann etwa, wenn die glitschigen Xenomorphe auf die Welt kommen. Dann muss ich die Augen schliessen, denn die Geburt ist hässlich und spielt mit einer Urangst – ähnlich wie jener vor Spinnen, die ins Ohr krabbeln könnten, um dort Eier zu legen.

Schön hingegen ist, dass hier Frauen genauso wie Männer das Steuer in der Hand haben. Das ist zwar nicht wahnsinnig kreativ – dafür aber wichtig und richtig.

Bewertung: 3 von 4 Sternen

«Alien: Covenant» will die Vorgeschichte von H. R. Gigers Alien besser erzählen als «Prometheus». Sie erlebt Urängste, er lässt den inneren Fanboy raus.

«Alien: Covenant»

Abstract: Der fremde Planet, den die Crew des Kolonisationsraumschiffs Covenant erforscht, wirkt paradiesisch. Doch als die Terraforming-Spezialistin Daniels und ihre Kollegen durch die bergige Landschaft laufen, fällt ihnen die beunruhigende Stille auf. Bald schon merken die Entdecker, dass sie auf einem Planeten gelandet sind, der lebensfeindlicher kaum sein könnte. Aliens überfallen die Crew, töten ein Mitglied nach dem anderen. Weit weg von der Heimat sind sie auf sich allein gestellt – doch dann taucht ein überraschender Besuch auf.

Länge: 120 Min.

Land: USA / Grossbritannien

Besetzung: Michael Fassbender, Katherine Waterstone, Billy Crudup, Carmen Ejogo

Regie: Ridley Scott

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