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Sechs Prominente erzählen, was ihre Mutter ihnen mitgegeben hat: Danke Mama!

Heute ist Muttertag. Sechs Prominente machen sich Gedanken darüber, was ihnen ihre Mütter mitgegeben haben.

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Unternehmer Dieter Meier (73) als Baby in den Armen seiner Mutter. 

Dieter Meier (73), Unternehmer: «Meine Mutter brachte mich auf den Schoggi- Geschmack »

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Dieter Meier (73), Unternehmer Valeriano Di Domenico

Ein Sportwagen-Fan – das war meine Mutter. Ich erinnere mich noch gut daran, dass sie gerne forsch und schnell durch die Strassen Zürichs brauste. Mit ihrem schönen Alfa Romeo Giulietta Sprint. Mit dem Wagen holte sie mich und meinen Bruder oft von der Schule ab. Und fuhr mit uns den Zürichsee entlang.

Wenn wir an der Fabrik von Lindt & Sprüngli vorbeikamen, öffnete sie das Dach des Cabriolets. Nur damit wir unsere Nasen in den nach Schoggi duftenden Wind halten konnten. Dass ich heute Schokolade produziere, hat auch mit meiner Mutter zu tun.

Philipp Müller (65), FDP-Ständerat: «Trotz der vielen Gast-Kinder war sie immer organisiert»

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Philipp Müller (65), FDP-Ständerat ALESSANDRO DELLA VALLE

Ich bin als Einzelkind aufgewachsen, aber meine Mutter betreute bis zu elf Gastarbeiterkinder. Sie versorgte sie mit Essen, half ihnen bei den Hausaufgaben und hatte immer ein offenes Ohr für sie. Was mich beeindruckt: Bei uns gings zu wie im Taubenschlag – und trotzdem blieb sie immer geduldig. Sie war top organisiert.

Wenn ich heute als Generalunternehmer auf die Baustelle komme, schreit immer gleich jeder nach mir. Dabei die Ruhe zu bewahren, das habe ich von meiner Mutter mitgenommen.

Patrizia Laeri (42), TV-Journalistin: «Durch die Berge wandernd lehrte sie mich, die Natur zu lieben»

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Patrizia Laeri (42), TV-Journalistin Valeriano Di Domenico

Wie eine bockige Kuh hat sie mich auf die Schesaplanahütte getrieben, meine Mutter, die Prättigauer Bergbauerntochter. Vom Naturell her eher faul, quälte ich mich als Kleinkind die gefühlt tausend Kurven und Stiegen hoch. Sie fröhlich an meiner Seite, jede Blume benennend, jedes Kraut hochlobend. Und schnell ergriff sie zwei Grashalme und pfiff durch sie hindurch, lauter als die Munggen.

Und ich murrte und täubelte noch lauter. Doch schliesslich standen wir da oben, in andächtiger Stille, unter und neben uns die felsigen Riesen in lila schimmerndem Licht, und ich verstand schlagartig, warum sie die Natur so liebt, ehrt und Berge erklimmt.

BLIGG (41), Musiker: «Es kommt immer anders, als man denkt»

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BLIGG (41), Musiker Marcus Höhn

Als ich ein Bub war, brach ich mir beim Skifahren ein Bein. Das tat höllisch weh. Noch schlimmer war aber, dass der Unfall vor einer lange vorher angekündigten Schulreise passierte. Ausgerechnet!

Meine Mutter tröstete mich mit den Worten: Es kommt immer anders, als man denkt. Damals verstand ich die Bedeutung des Satzes noch nicht wirklich. Heute lebe ich genau danach. Meine Platte, meine Auftritte – ich plane nie auf Jahre hinaus.

Monika Ribar (58), Präsidentin des SBB-Verwaltungsrates : «Dank ihr bin ich auf dem Gymi geblieben»

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Monika Ribar (58), Präsidentin des SBB-Verwaltungsrates Peter Mosimann

Meine Mutter war eine starke Frau. Auch wegen ihrer Geschichte. Sie wuchs als Sudetendeutsche auf – als Teil der deutschsprachigen Bevölkerung in der Tschechoslowakei. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden alle Sudetendeutschen vertrieben. Damals war meine Mutter 17 Jahre alt. Sie wäre gerne aufs Gymnasium gegangen, hatte aber nie die Möglichkeit dazu.

Ganz anders bei mir: Ich war eine der wenigen, die in meinem Dorf in die Kantonsschule gingen. Nach dem ersten Jahr hatte ich einen richtigen Durchhänger. Ich dachte ernsthaft ans Aufhören. Sie stärkte mir den Rücken, redete mir gut zu. Dank ihr bin ich auf dem Gymi geblieben.

Dario Ranza  (61), Spitzenkoch: «Von ihr lernte ich, was Respekt bedeutet»

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Dario Ranza (61), Spitzenkoch Marcus Gyger

Meine Eltern wuchsen in einem kleinen Dorf in Norditalien auf. Respekt gegenüber den Mitmenschen, besonders gegenüber den älteren, war ein wichtiger Teil der dortigen Kultur. Für meine Eltern war es normal, dass man ihre Grosseltern siezten. In den 1950er-Jahren kamen sie dann als Gastarbeiter in die Schweiz. Hier waren sie nicht willkommen.

Trotzdem hielt meine Mutter an dem fest, was sie gelernt hatte: Wertschätzung gegenüber anderen. Sie ermahnte mich immer wieder, die Mitmenschen respektvoll zu behandeln, denn dann komme auch Respekt zurück. So gehe ich bis heute durchs Leben.

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