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Seitenschläfer, Soja & Schweizer Uhrwerk: 14 Dinge, die du über Falten wissen solltest

Nützen Anti-Aging-Cremes etwas, wie entstehen Stirnfalten und was haben Fisch und Peperoni damit zu tun? Diese und andere Fragen haben wir der Dermatologin Dr. Liv Kraemer gestellt.

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Dr. Liv Kraemer weiss Rat und Antwort, wenn es um Falten geht. play
Dr. Liv Kraemer weiss Rat und Antwort, wenn es um Falten geht. zvg

1. Was passiert mit der Haut, wenn sich Falten bilden?

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Alle Bilder: Getty Images

Zum einen nimmt die Elastizität der Haut ab und zum anderen begünstigen Muskelbewegungen im Gesicht diesen Vorgang. So auch bei den Mimikfalten. So wie man den Bizeps trainiert, trainiert man auch die Muskeln im Gesicht, nur leider sieht das dort nicht so schön aus. Die Haut knickt stets an derselben Stelle ein und es entsteht mit der Zeit eine Falte - Zornesfalte, Stirnfalte oder Augenfalte. Wenn die Elastizität der Haut abnimmt, bleibt die Falte bestehen und wird immer tiefer.

2. Welche Einflüsse begünstigen den Vorgang?

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Man muss sich die Einflüsse grundsätzlich wie ein Schweizer Uhrwerk mit vielen Rädchen vorstellen. Das grösste Rad ist die Sonne. Die UVA-Strahlen dringen tief in die Haut ein und zerstören das Kollagen. Dieser Prozess hat den Elastizitätsverlust zur Folge. Die kleinen Rädchen sind freie Radikale in der Umwelt, das Rauchen oder auch die Ernährung.

3. Von welchen Lebensmitteln sollte man besser die Finger lassen?

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Zucker ist der Feind Nummer 1 und damit alles, was süss schmeckt oder mehlig ist - das heisst Kohlenhydrate. Das Zuckermolekül ist ein grosses Molekül, das an die Zelle andockt und karamelisiert. Dann machts «gling» und die Zelle geht kaputt. Je schneller eine Zelle kaputt geht, umso schneller altert man. Super sind dagegen verschiedene Gemüsesorten - besonders Broccoli, Blumenkohl oder Peperoni. Auch Tomaten und Blaubeeren sind nicht schlecht. Die darin enthaltenen Antioxidantien schützen vor Schäden.

4. Wie hängt Genetik mit Falten zusammen?

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Wenn die Oma und die Mama zu Falten neigen, dann hat man eben Pech, dass das eine Rädchen - die Genetik - sich selber dreht, ohne, dass man Einfluss darauf nehmen kann.

5. Wie kann man Falten vorbeugen?

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Zu 95 Prozent hilft UVA-Schutz und zwar jeden Tag. Auch, wenn es draussen bewölkt ist, muss man sich vor Sonnenstrahlen schützen. Nicht nur des Krebses wegen, sondern auch, um Falten, Pigmentflecken und Rötungen zu vermeiden. Wie erwähnt, weniger Zucker essen, viel schlafen und möglichst stressfrei durchs Leben gehen.

6. Stimmt es, dass mangelnde Bewegung der Gesichtsmuskeln das Gewebe erschlaffen lässt und sich die Mikrozirkulationen so verlangsamen, was am Ende zu Falten führt?

Ja und nein. Es gibt bestimmte positive Bewegungen, wie das Lachen «nach oben», bei der die Haut hochgezogen wird (siehe Video) oder Trainings gegen das Doppelkinn. Doch die meisten Bewegungen tragen leider dazu bei, dass die Haut einknickt. Wie bei einem Schuh, der sich beim Laufen immer an derselben Stelle faltet. Die Mikrozirkulation hat was mit der gesamten Bewegung des Körpers zu tun, insofern ist Sport an sich gut, weil er für bessere Durchblutung sorgt. «Sport» im Gesicht dagegen wirkt sich nur an bestimmten Stellen positiv aus.

7. Warum bilden sich die meisten Falten im Gesicht und nicht an anderen Körperstellen?

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Sie bilden sich durchaus auch an anderen Stellen, nur hat man da meistens ein Gelenk. An den Fingern, Knien oder Ellbogen macht es uns nichts aus, da dort bewusst geknickt wird. Aber im Gesicht ist die Haut eigentlich glatt und deswegen fallen uns die Falten, die nach dem Knicken entstehen, einfach mehr auf.

8. Führt das Schlafen auf der Seite zu mehr Falten, weil mehr Druck vom Gesichtspolster auf die Gesichtshaut ausgeübt wird?

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Ja! Die Leute, die zum Beispiel immer links schlafen, haben auf der Seite auch mehr Falten. Deshalb ist die Rückenlage am idealsten, wenn es darum geht, faltenfrei zu bleiben. Gerade auch im Dekolleté. Auf der Seite knickt die Haut zwischen dem Busen ein und es gibt diese hässliche Falte. Schläfst du auf dem Rücken, hast du acht Stunden kein Knicken.

9. Bekämpft man die Falten im Dekolleté oder an den Händen gleich wie im Gesicht?

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Die Bewegung im Dekolleté kommt ja durch das Zusammenziehen der Arme zustande. Da kann man kein Botox reinspritzen, weil es da keine aktive Muskelbewegung gibt. Im Gesicht hingegen entsteht eine aktive Bewegung der Gesichtsmuskulatur - wenn man zum Beispiel beim Wimpernschminken die Augenbrauen hochzieht. Botox hilft in einem solchen Fall.

10. Begünstigt Make-up Falten?

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Eigentlich nicht, weil das ein Pigment ist. Aber wenn man den ganzen Tag Make-up drauf hat und vor allem das falsche, zum Beispiel ein trockenes Puder, dann setzt sich das immer mehr in den Fältchen tief. Durch die Mimikbewegung sieht man dann den Faltengraben stärker.

11. Wieso altern Asiatinnen langsamer?

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Zum einen liegt das an ihrer Genetik und zum anderen an ihrer Ernährung. Sie essen viel Omega-3-Fettsäuren, also viel Fisch und viel Sojaprodukte.

12. Ab welchem Alter sollte man mit dem Vorbeugen der Falten anfangen?

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Ab 16! Denn je früher man anfängt, sich mit Bedacht der Sonne auszusetzen, desto langsamer altert man.

13. Wann sollte man denn Faltencremes draufschmieren?

Lierac soll mit seinem D-Glyox Complex Glykoxidation (Der Hauptmechanismus der Zellalterung, bei dem schädliche Glucose das Collagen und Elastin angreift) vorbeugen. play
Lierac soll mit seinem D-Glyox Complex Glykoxidation (Der Hauptmechanismus der Zellalterung, bei dem schädliche Glucose das Collagen und Elastin angreift) vorbeugen. Laszlo Ceh
 

Zunächst muss man sagen, dass das Wort «Faltencreme» irreführend und eigentlich der grösste Mythos ist. Mit der Faltenvorbeugung ist es wie mit dem Sport. Man fängt nicht mit 80 an, wenn man sich nicht mehr bewegen kann, sondern möglichst früh, um möglichst lange fit zu bleiben. Mit den Anti-Aging/Antifalten-Cremes ist es auch so. Nur schreckt hier das Wort ab. Dabei muss man lediglich bedenken, was in den Cremes drin ist. Ein Sonnenschutzmittel ist im Endeffekt auch eine Antifaltencreme. Genau wie eine Creme mit Antioxidantien. Das «Ab 30/50/70-Creme»-Denken ist völlig veraltet. Heute gilt: Vorbeugen ist besser als Reparieren. Das Problem der üblichen Faltencremes ist, dass sie sehr fettig sind. Wenn das ein Jugendlicher aufs Gesicht schmiert, kriegt er Pickel. Wenn das eine ältere Dame mit trockener Haut aufs Gesicht schmiert, dann fühlt es sich entspannt an. Man muss sich also eher überlegen, welche Inhaltsstoffe in der Creme drin sind und welche man für den Schutz der Haut braucht, um später keine Falten zu kriegen.

14. Kann man mit Antifalten-Cremes Falten reparieren?

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Es gibt keine Creme, die die Falten wegmacht. Es gibt Cremes, die die Hautoberfläche glatter machen. Kleine feine Linien, Knitterfältchen, können so verschwinden. Augenfalten, Zornesfalte oder die Nasolabialfalte - vergiss es!

Dr. Liv Kraemer ist Fachärztin für Dermatologie. Der Fokus ihrer Dr. Liv Clinic in Zürich liegt im Speziellen auf Prävention, Hautpflege und natürlichem Aussehen.

 

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