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Smalltalk mit Mundart-Rapper Bligg (40). «Als Vater wird man selbst wieder ein bisschen Kind»

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Mundart-Rapper Bligg

Sie machen 2017 Pause. Warum?

Ich habe die letzten zwanzig Jahre nur geackert. Ich produzierte eine CD nach der anderen, schrieb gegen 600 Lieder, dazwischen gab ich unzählige Konzerte. Ich wollte mir jetzt ein Jahr gönnen, in dem ich mich einfach am Leben erfreuen und den Akku aufladen kann. Anderseits finde ich, dass die Fans nach den letzten Jahren auch mal eine Pause von mir verdient haben (lacht).

Trotz Time-out geben Sie am 8. Juli ein Konzert. Weshalb treten Sie ausgerechnet am St. Peter at Sunset im solothurnischen Kestenholz auf?

Wir wollten als Band dann doch nicht gleich ganz aus dem Leim gehen. Also dachten wir, es sei gut, eine Show zu spielen. Wir haben uns bewusst für dieses eher kleinere Open Air entschieden. Hier arbeiten nur Freiwillige – ohne Mega-Sponsoren im Rücken, dafür mit viel Leidenschaft. Das imponiert mir. Mir gefällt auch, dass das Publikum sehr gemischt ist.

Hat Ihr zweijähriger Sohn Lio Ihren Entscheid für die Auszeit beeinflusst?

Natürlich. Ich will so viel Zeit wie möglich mit ihm verbringen. Gerade wenn ein Kind noch so klein ist, verpasst man sehr schnell etwas. Ich will Lios Entwicklung voll miterleben und später nicht bereuen, etwas versäumt zu haben.

Wie hat Sie die Geburt Ihres Sohnes verändert?

Ich erkenne erst jetzt, wie verletzlich wir Menschen sind und wie gefährlich das Leben sein kann. Es lauern überall Gefahren: auf dem Spielplatz, der Strasse, die Tischkante in der Stube. Dadurch, dass man sich dieser Gefahren bewusster wird, beginnt man die Kostbarkeit des Lebens mehr zu schätzen. Das ist ein sehr schöner, auch gesunder Zustand. Was ich ebenfalls toll finde: Als Vater entdeckt man ganz neue Dinge und wird dadurch selbst wieder ein bisschen Kind.

Wie meinen Sie das?

Kürzlich besuchte ich mit Lio den Spielplatz auf dem Flughafen Kloten. Da wäre ich früher doch nie an einem Sonntagmorgen hingegangen. Dabei ist der wirklich super. Ich gehe heute generell wieder öfters unter die Leute.

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