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Smalltalk mit Punk-Rocker Campino (54). «Habe mir oft einen anderen Bandnamen gewünscht»

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Bereuten Sie je, den Künstlernamen Campino ausgesucht und die Band Die Toten Hosen getauft zu haben?

Oh doch, das haben wir eigentlich schon kurz nach der Gründung bereut. Und wenn ich gewusst hätte, wie lange ich damit leben muss, hätte ich mir bestimmt einen cooleren

Namen gegeben (lacht).

Ihre Freunde nennen Sie nicht so?

Doch, für die bin ich Campi, und das ist auch okay. Man gewöhnt sich daran. Aber einen anderen Bandnamen habe ich mir oft gewünscht. Anfang der 80er-Jahre war das eine Persiflage auf all die coolen Lederjacken-Punkbands mit ihren taffen Namen. Aber dieser zeitliche Kontext ist weg. Deshalb hat unser Name heute etwas eher Banales.

Welchen Bandnamen hätten Sie bevorzugt?

Ich hätte uns rückblickend lieber einen Namen gegeben, der in mindestens drei Sprachen funktioniert. Auf Deutsch, Spanisch und Englisch. Aber man hätte damals niemals ahnen können, dass uns unsere Wege überall dorthin führen würden. Also, was solls?

In den letzten Jahren mussten Sie sich von Schlagzeuger Wölli und Manager Jochen Hülder verabschieden. Wie sehr hat das Ihre Arbeit zum neuen Album «Laune der Natur» beeinflusst?

Unsere Platten sind immer auch eine Art Tagebuch. Man ist bemüht, sowohl musikalisch wie auch textlich eine grosse Bandbreite zu bieten. Im Endergebnis entwickeln sich die Dinge aber oft anders. Ich gebe, das fertige Werk betrachtend, zu: Von einer Ausgeglichenheit kann keine Rede sein. Das Thema Tod dominiert schon sehr – ich hätte mir das anders gewünscht. Aber ich muss mir eingestehen, dass es genau das war, was sich in den letzten Jahren in unserem Leben abgespielt hat.

Trotzdem findet das Album einen fröhlichen Schluss.

Wöllis Lied hat ein versöhnliches Ende mit der Zeile «Eigentlich kein Grund zur Traurigkeit». Wir wollten keine Jammerplatte machen. Niemand braucht jammernde Tote Hosen. Am Schluss sollte immer Lebensfreude stehen.

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