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Smalltalk mit Remady & Manu-L: «Gewisse Fans gehen zu weit»

Remady & Manu-L sind mit ihrem dritten Album «1+1=3» am Start. Im Interview reden die beiden House-Stars über ihre Hit-Formel, ihre Ziele und mühsame Groupies.

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Euer neues Album heisst «1+1=3». Könnt ihr nicht rechnen oder was steckt hinter diesem Titel?

Remady: Nein, «1+1=3» steht für den Synergie-Effekt, den wir erzielen. Manu kommt vom Popbereich, ich vom elektronischen Bereich. Wir haben uns zusammengeschlossen, um etwas Grösseres zu bewirken.

«Single Ladies», «Holidays», «Gimme A Sign» – ist «1+1=3» also eure Hit-Formel?

R: Man muss einfach Manu als Sänger haben, dann räbelt es. Nein, Scherz. Das Einzige, was wir überlegen ist, dass ein Song sowohl im Radio als auch im Club funktionieren muss.

Manu-L: Es gibt kein Rezept für Hits. Der Grundsatz ist, dass wir Songs schreiben, die wir selbst auch geil finden. Wenn ein Song von uns gut ist, kann ich ihn 100 Mal hören, ohne dass mir langweilig wird dabei. Dann ist es auch authentisch. Allerdings: Entweder hast du ein Händchen für massentaugliche Songs oder nicht.

Warum habt ihr euren Song «Livin’ La Vida» als Single ausgewählt?

M: Die Mallorcanische Sonne ist schuld. Die Melodie hat sich bei uns eingebrannt. Wir sassen den ganzen Tag in dieser Finca und haben den Song gefeiert. Daher kommt wahrscheinlich auch der Latin-Einfluss.

R: Wir brauchen etwas Sommerliches, das heraussticht. Und das war eben dieser Song. Auch merkten wir, dass J-Son wie bei «Single Ladies» wieder als Rapper dabei sein muss.

Was ist der Grund für eure Ausflüge in andere Stilrichtungen? «Black Hole» klingt nach Motown, «Am I On Your Mind» ist ein Drum’n’Bass-Track.

M: Man ist von uns pumpende Beats gewöhnt. Dieses Mal wollen wir, dass die Leute auch andere Facetten von uns kennenlernen. Schliesslich sind wir gute Musiker, die das auch zum Ausdruck bringen wollen.

Ihr seid ja ein Duo, das zusammen Songs schreibt. Wer ist der Chef bei euch?

M: Wir beide. Wir arbeiten in einer No-Ego-Area. Es ist wichtig, dass sich keiner zu ernst nimmt. Eine gute Portion Selbstironie ist immer dabei. Wir haben gesunde Egos und können diese auch zurückschrauben, wenn es ums Kollektive geht.

R: Es ist ein beratender Austausch, den wir machen. Wir sind Freunde, die zusammen abhängen und sounden.

Wie gut könnt ihr von der Musik leben?

M: Seit fünf Jahren sehr gut. Wir leben nicht am Existenzminimum.

R: Unser Vorteil gegenüber einer normalen Band ist, dass wir nicht auf Tour gehen und dann ist wieder fertig. Wir spielen das ganze Jahr. Etwa 150 Shows.

Welche Ziele habt ihr?

R: Es tönt vielleicht blöd, aber unser Ziel ist, gesund zu bleiben. Das Problem ist: Man wird älter und man merkt es auch immer mehr. Das Leben am Wochenende ist wie ein kleiner Jetlag. Wir versuchen, unter der Woche gesund zu leben, Sport zu machen.

Ihr legt ja ständig an Partys auf. Wie hält ihr der Versuchung stand, nicht immer voll abzufeiern?

M: Ja, bei 150 Gigs pro Jahr wären das mindestens 150 Drinks. So ist es aber nicht. Du musst einen gesunden Umgang damit haben. Geniessen darf man trotzdem. Aber es besteht ein massiver Unterschied zwischen Komasaufen und zusammen anstossen.

R: Wir wissen, das ist unser Business. Wir müssen den Job erledigen.

Ihr seid beide verheiratet. Wie reagiert ihr, wenn ihr von Groupies angemacht werdet?

R: Wenn dich jemand fürs Foto umarmt, finde ich das nicht so schlimm. Aber wenn dir eine plötzlich ein Kuss auf die Backe drückt, finde ich das nicht ok. Die Securities schauen aber zu uns.

M: Gewisse Frauen gehen zu weit. Du kannst nicht einem Wildfremden einfach um den Hals fallen. Die schicken wir dann weg.

Was ist das Tollste an eurem Job?

R: Die eigenen Songs zu performen und die positiven Reaktionen im Publikum zu sehen. Das ist für mich das Grösste. In Kanada spielten wir vor 30'000 Leuten und alle Leute haben unsere Songs gekannt und mitgesungen. Das war unglaublich.

Bald kommt der Sommer. Wo steigt die beste «Remady & Manu-L»-Party?

R: Wir haben eine Anfrage bekommen, dass wir zwei Monate lange wöchentlich in Ibiza auftreten sollen, aber bestätigt ist das noch nicht.

«1+1=3» von Remady & Manu-L ab jetzt im Handel.

Remady & Manu-L feat. J-Son: «Livin la Vida»
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