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Smalltalk mit Schweizer Komikerin Lisa Catena (38): «Mein Weg war ziemlich unkonventionell»

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«Nume nid gsprängt …», so heisst Ihr neues Comedy-Programm. Was wollen Sie damit sagen?

Ach, das ist ein Allheilmittel für mich. Alles ist immer so unglaublich dramatisch. Ich versuche deshalb immer, gewisse Themen zu hinterfragen. Es ist doch so, dass in der Regel vieles nicht so heiss gegessen wird, wie es gekocht wurde. Weder im politischen noch im gesellschaftlichen Bereich.

Wie wird man eigentlich Komödiantin?

Ich glaube nicht, dass man es einfach werden kann. Mein Weg war ziemlich unkonventionell: Die Schule habe ich nicht abgeschlossen, keine Berufsausbildung gemacht, habe mich als Musikerin versucht und dann – wie aus heiterem Himmel – an einem Comedy-Wettbewerb teilgenommen. Und habe diesen tatsächlich gewonnen. Ich war also wirklich lustig.Darauf habe ich gebaut und mein erstes Programm geschrieben.

Sehen Sie sich als politische Kabarettistin?

Ja, schon, aber nicht nur. Klar, meine Themen hole ich in der Regel aus der Aktualität. Diese sind dann halt oft politisch. Das suche ich aber nicht bewusst. Ich kann ja nicht zum 177. Mal zum Thema Trump etwas sagen.

Viele weibliche Komödianten gibt es nicht in der Schweiz. Haben Sie ein Vorbild?

Nicht wirklich. Ich finde die Lisa Fitz und Monika Gruber aus Deutschland sehr gut. Die Comedy-Szene in der Schweiz ist sehr breit, die Humortradition hier geht jedoch mehr in Richtung Dimitri, Clown Pic oder Ohne Rolf. Das sind, oder waren, wahnsinnig schöne poetische Künstler. Ich möchte jedoch eher in eine andere Richtung gehen, in der ich aktuelle Themen aufgreifen kann.

Woher holen Sie die Ideen?

Ich fahre viel Zug, bin deshalb oft auf Bahnhöfen. Menschen aus allen sozialen Schichten fahren Zug. Aus Gesprächsfetzen ergibt sich viel Alltagskomik. Man muss sich gar nicht viel ausdenken, einfach oft nur beobachten und zuhören.

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