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Smalltalk mit TV-Legende und Autor Beni Thurnheer (67): «Ich konnte mich immer gut wehren»

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Schnurri der Nation. play
Schnurri der Nation. Sabine Wunderlin

Sie haben ein Buch über das Fernsehen geschrieben. Können Sie nicht loslassen?

Doch, sehr gut sogar. Aber ich fand es eine schöne Aufgabe für mich, die rasante Entwicklung des Fernsehens aufzuschreiben, die parallel zu meinem Leben verlaufen ist. Das Schweizer Fernsehen ist quasi mein kleiner Bruder, es ist nur sechs Jahre jünger als ich. Es ist noch nicht lange her, da mussten wir vom Sofa aufstehen, um den Kanal zu wechseln. Heute hat jeder 500 Kanäle in HD und kann auch morgens um drei noch eine Sendung aus der Vorwoche gucken.

Wie schauen Sie fern?

Noch ganz klassisch. Ich zappe rein und hoffe, dass ich etwas Spannendes finde. Meistens bleibe ich bei einer Informationssendung hängen.

Sie schreiben im Buch: «Alles, was neu ist, ist nicht gut. Und alles, was gut ist, ist nicht neu.» Warum sind Sie so pessimistisch?

Ich weiss, das klingt nach dem Seniorenspruch «Früher war alles besser». Das stimmt so natürlich nicht ganz. Heute hat man viel mehr Möglichkeiten, vor allem punkto Technik. Was den Inhalt angeht, trifft es aber schon zu: Heute wird eigentlich nur noch Aufgewärmtes serviert. Es werden Shows gezeigt, die es alle schon mal gab, sie werden nur leicht abgeändert. Man kann Fernsehen einfach nicht mehr neu erfinden. Genauso wie man Popmusik nicht mehr revolutionieren kann. Anderseits, so dünkt mich, versucht man es auch gar nicht mehr richtig.

Hat es Sie nie genervt, für alle «Beni National» zu sein?

Überhaupt nicht. Es ist doch schön, dass sich jeder freut, wenn du in die Beiz kommst. Wenn der Garagist lacht, weil du ihm dein Auto bringst. Klar, es gab auch weniger angenehme Situationen. Etwa wenn sich wieder einmal ein Betrunkener zu mir an den Tisch setzte und erzählte, was beim Fernsehen alles für Seich gezeigt wird. Aber ich konnte mich immer gut wehren.

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