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Smalltalk mit Zürcher Schauspieler Joel Basman (27): «Religion war kein Thema bei uns daheim»

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Joel Basman freut sich auf seine neue Rolle. play
Joel Basman freut sich auf seine neue Rolle. Getty Images

Sie spielen in der Verfilmung von Thomas Meyers Bestseller «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» die Hauptrolle. Wie hat Ihnen das Buch gefallen?

Sehr gut! Ich habe mich köstlich amüsiert.

Gedreht wird in Zürich. Freuen Sie sich auf die Arbeit in Ihrer Heimatstadt?

Ich freue mich sehr. Ich habe noch nie so lange in Zürich gedreht. Es wird ein ganz anderes Gefühl sein, weil ich nach einem Drehtag nach Hause in meine Wohnung kann und nicht ins Hotel muss. Und auch die Freunde und die Familie sind nicht so weit weg wie sonst beim Drehen.

Wie bereiten Sie sich auf Ihre Rolle vor?

Wie immer: Ich beobachte Menschen. In diesem Fall schaue ich genau hin, wie sich orthodoxe Juden bewegen. Und ein guter Freund, der in einer streng orthodoxen Familie aufgewachsen und daraus ausgebrochen ist, hat mir einige Inputs gegeben.

Im Buch wird viel Jiddisch gesprochen. Im Film auch?

Wir haben eine Mischung aus Jiddisch und Deutsch gefunden, damit man alles versteht. Das wird nicht alle glücklich machen.

Wars schwierig, die Sprache zu lernen?

Zum ersten Mal ist Schweizerdeutsch ein Vorteil beim Lernen einer Sprache. Ich spreche auch Hebräisch, das hilft auch.

Sie sind in einer jüdischen Familie in Zürich aufgewachsen. Wie viel Motti Wolkenbruch steckt in Ihnen?

Was die Jüdischkeit betrifft, bin ich ganz weit weg von Motti. Mein Vater ist zwar jüdisch, aber wir Kinder sind nicht jüdisch erzogen worden. Religion war kein Thema bei uns daheim. Auf mich hatten orthodoxe Juden den gleichen Effekt wie auf einen Nichtjuden. Als Kind habe ich mich auch gefragt: Warum tragen diese Männer Bärte und Anzüge und Hüte, warum haben sie ein Käppchen auf dem Hinterkopf?

Also keine Berührungspunkte?

Auf der menschlichen Ebene sind wir näher. Motti ist auch ein junger Mann, der das Leben entdecken will.

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