Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

«The Founder»: Amerikanischer gehts nicht

«The Founder» zeigt den Werdegang von McDonald’s zum Weltkonzern. Er findet das hochspannend, sie hat danach Lust auf Salat.

12 Reax , 246 Views
teilen
teilen
0 shares
Ray Kroc (Michael Keaton, M.) hat eine Idee. play
Ray Kroc (Michael Keaton, M.) hat eine Idee. McFadden THE WEINSTEIN COMPANY

Lukas Rüttimann sagt:

McDonald’s oder Burger King? In der Fastfood-Glaubensfrage bin ich Anhänger von Letzterem. Bei McDonald’s muss ich immer zuerst an Clowns und die totale Profitmaximierung denken. Wie es dazu kommen konnte, zeigt «The Founder».

Der Werdegang einer liebevoll geführten Burgerbude in San Bernardino zum milliardenschweren Weltkonzern ist faszinierend – und die amerikanischste Kinogeschichte seit langer Zeit. Hier ist alles drin, was den amerikanischen Traum definiert: die «Do it yourself»-Attitüde, dank der die kreativen Gebrüder McDonald zur lokalen Sensation werden konnten. Die rücksichtslose Winner/Loser-Mentalität, mit der sich Marketing-Talent Ray Kroc durchsetzt – und das Zupacken des Investors, der das Konzept mit einer brutal effizienten Geschäftsidee zum Fliegen bringt. Ein Lehrstück in Sachen Politik, Kapitalismus und Geschichte – spannend und informativ zugleich. Auch filmisch ist die Story toll umgesetzt: Michael Keaton spielt den nervigen Vertretertypen Kroc mit so viel Drive, dass er ins Comic-hafte abdriftet. Noch besser ist nur Nick Offerman, der als kauziges Genie Dick McDonald am Ende mit leeren Händen dasteht. Auch Trumps USA wird hier treffend der Spiegel vorgehalten – worauf ich heute umso herzhafter in meinen Whopper beissen werde.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

Das sagt Tanya König:

Das Leben schreibt die spannendsten Geschichten – oder Hollywood gehen einfach die Ideen aus. Solange die Verfilmung von wahren Begebenheiten jedoch aufklärt und unterhält, spielen die Gründe für die Produktion eigentlich keine Rolle.

Diese Woche startet John Lee Hancocks Biopic «The Founder» und macht mich zu Beginn richtig gluschtig auf einen Hamburger von McDonald’s. Die Anfänge der Fast-Food-Kette sind die Realisierung des American Dream: Ray Kroc (Michael Keaton) trifft auf die Brüder McDonald, welche die schnelle Zubereitung von Burgern perfektioniert haben. Ihm wird klar, dass er die Idee zu einem Franchising-Vertrieb ausweiten muss. Schrittweise reisst er die Macht an sich – und verdirbt mir so meinen anfänglichen Appetit.

Michael Keaton spielt die ambivalente Figur so gut, dass ich nicht weiss, ob ich seinen Erfolg bewundern oder tadeln soll. Kroc ist ein Kämpfer und das Geschäft sein Schlachtfeld. Wir sehen, was es braucht, um ein Imperium aufzubauen: Beharrlichkeit. Doch zu welchem Preis? Ein Biopic wie «The Founder» unterhält nicht nur, sondern klärt auf. Denn sowohl die naiven Gebrüder McDonald als auch der rücksichtslose Ray Kroc sind Beispiele für Menschen, deren Verhalten es nicht zu kopieren gilt. Wieso? Das können Sie sich selbst anschauen!

Bewertung: 3 von 4 Sternen

Gut zu wissen

Abstract: Der erfolglose Verkäufer Ray Kroc aus Illinois ist scheinbar am Ende, bis er Mitte der 50er-Jahre auf die Gebrüder Mac und Dick McDonald trifft. Die beiden führen im Süden von Kalifornien eine höchst erfolgreiche Burgerbude, die keine Expansionspläne verfolgt. Ein Wachstum über die Grenzen des eigenen Bundesstaates hinaus ist den beiden suspekt. Kroc überredet sie und macht die Firma zu einem milliardenstarken Konzern. McDonald’s wird eine weltweit bekannte Marke – gleichzeitig manövriert er die gutgläubigen Brüder aus ihrem eigenen Geschäft heraus.

Länge: 117 Min.

Land: USA

Besetzung: Michael Keaton, Nick Offerman, Laura Dern, John Carroll Lynch

Regie: John Lee Hancock

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren