Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

«The Mummy»: Sexsymbol in Binden

Mit «The Mummy» will Tom Cruise den Startschuss für ein neues Monster-Universum abfeuern. Sie findet das toll – er hätte der Mumie mehr Liebe gegönnt.

18 Reax , 760 Views
teilen
teilen
0 shares
Sofia Boutella als Mumie. play
Sofia Boutella als Mumie. Escenic

Das sagt Lukas Rüttimann:

Zu sehr zu wollen ist selten sexy. «The Mummy» etwa will vieles etwas gar fest. Der Streifen soll die doofen, aber lustigen «Mummy»-­Filme mit Brendan Fraser vergessen machen und gleich noch ein neues Monsterfilm-Universum gründen. Darin werden Wolf-Man, das Sumpfding und andere Horror-Ikonen aus der Gruft kriechen und – ausgerechnet! – von Dr. Jekyll im Zaun gehalten werden.

Weil wir zudem das Jahr 2017 schreiben, stolpert nicht etwa ein neuer Boris Karloff zwischen den Pyramiden herum, sondern eine attraktive junge Dame. Für ­Action sorgt Tom Cruise, und überhaupt wirkt alles markt­gerecht durchdacht.

Nur: Irgendwo da drin sollte ein guter Film stecken, und da kommt «The Mummy» ins Trudeln. Mal ­«Indiana Jones», mal «American Werewolf in London», dann wieder «Dawn of the Dead» – dieses Remake hat null Ahnung, was es sein will. Dabei startet es durchaus vielversprechend, weil Sofia Boutella der Mumie einen exotisch-erotischen Touch verleiht. Doch sobald Russell Crowes Dr. Jekyll die Argumentation für das «Dark Universe»-Konzept hochfährt, geht dem Spektakel der Saft aus. Schade, diese Frau in Binden hätte deutlich mehr Hingabe verdient. So aber läuft «The Mummy» Gefahr, nicht Startschuss, sondern Grabstätte des neuen Monsterfilm-Universums zu werden.

Bewertung: 2 von 4 Sternen

Das sagt Tanya König:

Das antike Ägypten mit seinen verborgenen Schätzen fasziniert nicht nur mich, sondern auch Tom Cruise. Blöd nur, wenn er dabei auf ein Monster stösst und es zum Leben erweckt. War das wirklich nötig?

Mit «The Mummy» leitet Universal eine neue Filmreihe ein: Die klassischen Monster kehren auf die Leinwand zurück. Wenn Tom Cruise alias Nick Morton mit der smarten Archäologin Jenny (Annabelle Wallis) auf einen geheimnisvollen Sarkophag stösst, steigt die Neugier. Dass sich darin eine weibliche Mumie (Sofia Boutella) verbirgt, bricht mit der Tradition und ist innovativ. Doch kaum ist die wütende Prinzessin ausgerissen, beginnt das typische Katz-und-Maus-Spiel. Was so gut begonnen hat, verliert bald an Reiz und endet in einem Muster, das wir aus Märchen kennen: Es gilt, einen Fluch zu brechen. Sie wissen schon wie.

Furchteinflössend ist «The Mummy» dabei nicht. Besonders spassig auch nicht, obwohl die Filmemacher einige gute Witze eingebaut haben. Dafür überzeugt Russell Crowe als Dr. Jekyll. Er spielt die mysteriöse und gespaltene Figur, die ich in den kommenden Filmen unbedingt (wieder-)entdecken will. Ja, einzig dafür scheint das Erwachen der Mumie nötig gewesen zu sein. Tom Cruise hingegen kann getrost in der Wüste verschollen bleiben.

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren