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«XXX – The Return of Xander Cage»: Globalisierter Vollmacho

Nach 12 Jahren kommt eine Fortsetzung von «XXX» ins Kino. Das hätte nicht sein müssen, findet sie. Er macht sich politische Gedanken.

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Lukas Ruettimann sagt:

In Davos hat der chinesische Staatschef diese Woche gesagt, dass man der Globalisierung nicht die Schuld an allem Übel geben dürfe; sie habe auch viel Gutes hervorgebracht. Ob er damit «The Return of Xander Cage» gemeint hat? Fakt ist: Ohne chinesisches Geld wäre «XXX 3» nie gedreht worden. Auch der Cast wäre nicht gespickt mit asiatischen Stars, und die Eröffnungsszene hätte kaum in einem chinesischen Restaurant gespielt.

Sei’s drum. Entscheidend ist die Frage, ob der Film gut ist. Doch auch da kommt man nicht ums Thema Globalisierung herum: Vin Diesel hat alles unternommen, um möglichst jede Facette der Generation Facebook zu bedienen. So gibt es einen Agenten, der DJ ist, eine indische Beauty-Queen, Hacker-Paranoia und sogar einen Auftritt von Barça-Star Neymar. Brasilien ist bekanntlich auch ein aufstrebender (Kino)-Markt – genauso wie Russland, das im Film selbstverständlich ebenfalls eine

Rolle spielt. Beim konsequenten Abdecken aller Marketing-Möglichkeiten bleibt indes die Story auf der Strecke.

Doch in «XXX»-Filmen war die eh nie wichtig. Xander Cage ist ein 007-Grosskotz mit Muskeln und

einem konstanten Grinsen im Gesicht, dazu gibt es Action und Geballer. Das kann Spass machen – und wer will schon einem chinesischen Präsidenten widersprechen?

Bewertung: 3 von 4 Sternen

Anina Payer sagt:

Wenn Vin Diesel – dieser Frauenheld und Bösewicht mit weichem Kern – auf der Bildfläche erscheint, bin ich zwar körperlich anwesend, könnte vor Langeweile aber einschlafen. Denn die Coolness, die er bewahrt, wenn ihm eine Knarre an den Kopf gehalten wird, finde ich blöd und machohaft. Dass ihn alle Frauen anhimmeln, finde ich überhaupt nicht gerechtfertigt. Anyway.

Diesmal war es anders. Während ich gemütlich im Sessel hing und in den ersten dreissig Minuten fast eingedöst bin, überraschte mich der Film doch noch. Die Spannung war da, die Action überall – und Xander Cage leider immer noch derselbe Vollmacho. Spätestens wenn Becky (Nina Dobrev) und Tennyson (Rory McCann) ins Spiel kommen, wird es aber lustig: Während der Rest versucht, ihre wirklich uncoole Dauermiene durchzuziehen, spielt Becky den schusseligen Tech-Freak und Tennyson den ungeschickten Rowdy der Runde. Natürlich lässt Regisseur Caruso noch ein Dutzend heisse Girls das Tanzbein schwingen und baut ein paar völlig irrelevante Sexszenen ein.

Zum Schluss nimmt der Film jedoch eine überraschende Wendung, die mir gefallen hat. Angesichts der Tatsache, dass ich Action nicht leiden kann, gab es tatsächlich Momente, in denen Vin Diesel meine volle Aufmerksamkeit hatte.

Bewertung: 2 von 4 Sternen

«XXX – The ­Return of Xander Cage»

Abstract: Xander Cage kehrt als Geheimagent für die Regierung aus seinem Exil zurück, um eine Waffe mit dem Namen «Die Büchse der Pandora» zu bergen. Dabei geraten er und sein XXX-Team in eine tödliche Verschwörung, die auf Betrug auf höchster Ebene hindeutet. Nun muss Xander alles daran setzen, seine Haut und jene seiner Kameraden zu retten. Denn die Hacker-Waffe in falschen Händen bedroht die ganze Welt.

Länge: 107 Min.

Land: USA

Besetzung: Vin Diesel, Donnie Yen, Deepika Padukone, Yifan Wu, Ruby Rose, Panom Yeerum, Nina Dobrev, Toni Collette, Samuel L. Jackson

Regie: D. J. Caruso

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