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Auf den Spuren seiner Schweizer Wurzeln: Devils-Goalie Schneider sucht Verwandte in Reigoldswil

Nebst Nico Hischier und Mirco Müller ist Cory Schneider der dritte Schweizer bei den Devils. Der Goalie von New Jersey wüsste gerne, ob er hierzulande noch Familie hat.

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Cory Schneider vertritt sich die Beine in den Katakomben der Berner PostFinance-Arena. Der kühle Durchzug bei offenen Türen stört den 32-Jährigen nicht, «bei unserem Abflug in Winnipeg hat es geschneit und war kälter». Die Spieler der New Jersey Devils sind müde von der Reise, das angesetzte Nachmittagstraining wird gestrichen.

Erst am Abend kehren einige von ihnen wieder zurück in die Eishalle, um ein oder zwei Drittel des Derbys zwischen dem SCB und Biel anzuschauen. «Wir müssen uns irgendwie wach halten», sagt Schneider schmunzelnd. Und im Wissen, welche Atmosphäre ihn erwarten wird.

Denn der Torhüter spielte während des NHL-Lockouts in der Saison 2012/13 acht Spiele für Ambri und dazu zwei für Fribourg am Spengler Cup. «In den Hallen hier aufzulaufen, ist ein komplett anderes Gefühl», schwärmt Schneider. «Das hab ich meinen Teamkollegen schon gesagt.»

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Schneider spielte in der Schweiz für Ambri und Fribourg. Freshfocus

 

Auch an die Zeit in der Leventina hat er nur schöne Erinnerungen: «Meiner Frau Jill und mir hats ex­trem gefallen.» In der Zwischenzeit hat der Keeper mit seiner Liebsten eine Familie gegründet und zwei Kinder, Sohn Wyatt (3) sowie Töchterchen Remy (1), bekommen.

Die Familie, sie ist bei seiner jetzigen Rückkehr in die Schweiz erneut ein Thema. Denn: Der Amerikaner hat Wurzeln in der Schweiz, ist Schweizer Bürger. Aber: «Ich weiss nicht, ob ich hier noch Verwandte habe.»

Schneider weiss nur, von wo sein Urgrossvater stammt und wo er vor seiner Auswanderung in die USA etwa um 1908 gewohnt hat: «In Reigoldswil», sagt der Rotschopf und zeigt auf seinem Handy einen Screenshot eines Kartenausschnittes.

Reigoldswil ist eine kleine Gemeinde mit rund 1600 Einwohnern im Kanton Basel-Land und nur etwa eine Stunde von Bern entfernt. Schneider hat diesen Kartenausschnitt auf seinem Handy, weil seine Eltern Richard und Susan just diesen Sommer dort waren, um den Wurzeln auf den Grund zu gehen.

«Auf ihrem Trip durch Europa machten sie einen Abstecher nach Reigoldswil und fragten einfach Leute auf der Strasse um Hilfe», erzählt der Doppelbürger. Ergeben habe sich auf ihrer Suche aber nichts Konkretes.

Auf die Idee gekommen seien seine Eltern, weil sie alte Briefe, auch Liebesbriefe, von Corys Urgrossvater gefunden hatten. Erinnern aber kann sich Schneider nicht mal an seinen Grossvater Hermann, der gestorben ist, als der Keeper noch ein Baby war. «Es wäre so toll, zu wissen, ob wir hier in der Schweiz noch entfernte Verwandte haben. Denn in den USA sind wir nur eine ganz kleine Familie.»

So saugt er nun auch bei seinem zweiten Stopp in der Schweiz alle Eindrücke auf, freut sich auf ein richtiges Fondue und darauf, möglichst viel von der Region zu sehen. Vom Bärenpark bei der Berner Altstadt hat er schon gehört.

Zukunft in der Schweiz?

Spielen aber kann er am Montag noch nicht. Denn erst im Mai musste sich der Goalie einer Hüftoperation unterziehen. Zurück im Eistraining mit dem Team sei er zwar, «aber für einen Einsatz reicht es noch nicht ganz».

Auf den Trip ins Land seiner Vorfahren wollte er nicht verzichten. Denn er kann sich durchaus vorstellen, seine Karriere eines Tages in unserer Liga zu beenden. «Aber zuerst habe ich hoffentlich noch einige Jahre in der NHL vor mir», sagt Schneider. Bis 2022 steht er mit einem Jahressalär von 6 Mio. Franken bei den Devils unter Vertrag.

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