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«Das ist ein Riesenvorteil für sie»: ManUtd-Mourinho motzt über Kunstrasen

Der Choleriker unter den Trainern kommt mit Manchester United am Mittwoch nach Bern: José Mourinho, bekennender Kunstrasen-Hasser. Das kann ja heiter werden...

, Aktualisiert 57 Reax , 491 Views
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Nein, sowas wie «Freude herrscht» wird Mourinho an der Medienkonferenz am Vortag des Auftritts in Bern bestimmt nicht über die Lippen kommen. Denn in England, wo sich die Profiklubs gegen Spiele der beiden obersten Ligen auf Kunstrasen ausgesprochen haben, ist man auf Kunstrasen nicht gut zu sprechen.

So meinte der Portugiese nach der Auslosung zum Thema YB: «Die kommen aus Topf vier und da wird die Welt sagen: Die haben keine Chance sich zu qualifizieren. Aber aus irgendeinem Grund sind die nun dabei. Sie sind nach Kroatien gegangen und haben gegen Dinamo Zagreb gewonnen. Aus irgendeinem Grund haben sie Basel geschlagen und den Titel geholt. Und überdies spielen sie auf Kunstrasen. Das ist ein Riesenvorteil für sie und ein Riesennachteil für die anderen Teams.»

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Mourinho und Manchester United treffen am Mittwoch (21 Uhr) im ersten Gruppenspiel der Champions League im Stade de Suisse auf YB. AP

 

Mou hatte schon mal gegen Kunstrasen gewettert, als er 2010 mit Inter Mailand im Königsklassen-Viertelfinal im Moskauer Luschniki gegen ZSKA spielte – trotz eines 1:0-Sieges: «Der grösste europäische Fussball-Wettbewerb sollte nicht auf sowas stattfinden dürfen. Das geht für Kinderfussball, nicht aber für die Champions League.»

Kunstrasen ist nicht nur bei Mou verhasst, sondern bei den meisten Grossklubs. Bayerns Uli Hoeness hatte vor dem 2:2 im Luschniki bei Spartak im November 2006 gesagt: «Es ist ein Wahnsinn, dass die Uefa Spiele auf solchen Plätzen zulässt. Erst wenn sich jemand auf so einem Untergrund die Achillessehne reisst, werden manche Herren vielleicht endlich aufwachen.»

Dazu muss man sagen: Die Kunstrasen neuester Generation sind nicht mehr vergleichbar mit dem, was 2006 als Spielunterlage diente. Und im Jahr 2018 spielen ganz viele absolute Topteams auf Hybrid-Lösungen. Also hundert Prozent Naturrasen, welcher mit Kunstfasern versetzt wurde. So in besagtem Luschniki, wo gerade eben der WM-Final stattfand. Aber auch im San Siro in Mailand, im Bernabeu in Madrid oder im Londoner Wembley.

Doch auch die neuste Kunstrasen-Generation konnte einen Herren nicht dazu bringen, darauf zu spielen: Zlatan Ibrahimovic. Der Exzentriker weigerte sich am Samstag mit L.A. Galaxy bei den Seattle Sounders aufzulaufen. «Es ist eine Schande auf Kunstrasen zu spielen. Dafür ist Fussball nicht erfunden worden», tobte Ibra, bevor seine Galaxy auf Plastik eine 0:5-Kanterniederlage kassierte. «Bis jetzt habe ich nur einmal für zehn Minuten in Portland auf Kunstrasen gespielt. Das war der schlimmste Platz, auf dem ich je gespielt habe.»

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«Fussball ist nicht erfunden worden, um auf Kunstrasen zu spielen», sagt Ibrahimovic. AP

 

«Habe jede Minute gehasst»

In Bern ist auch schon königlich getobt worden wegen des Rasens. Harry Redknapp, beim Gastspiel von Tottenham im August 2010 in der Champions-League-Quali Coach der Spurs, wetterte, dass das verboten gehöre: «Man hat darauf keinen Stand, so prallt der Ball immer ab. Ich habe im Training gesehen, wie mies sie meine Spieler fühlten. Vier von ihnen habe ich deswegen abgezogen. Ich habe selbst einmal auf solch einem Ding gespielt und habe jede Minute gehasst.»

In der Anfangsphase kamen seine Spurs auf dem Berner Plastik sowas von unter die Räder. 3:0 stands für YB nach 30 Minuten. Doch die Londoner kamen zurück, bis zum 2:3. Und machten an der White Hart Lane dann mit einem trockenen 4:0 alles klar.

Übermorgen würden wir ein 3:2 indes mit Handkuss nehmen. Und einen nach der Pleite angezählten und tobenden Mourinho obendrein natürlich auch. Und auch mit Handkuss.

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