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«Der FC Thun lehnte mich einst ab»: Roman Bürki offen wie nie

Roman Bürki ist Nationaltorhüter und die Nummer 1 bei Borussia Dortmund. In einem Interview erklärt er nun, wieso er mit 15 Jahren beinahe seine Karriere beendet hätte und wie er mit den Fan-Anfeindungen umgeht.

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Vor dem heutigen Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr) spricht der zuletzt verletzte Nati-Goalie Roman Bürki (27) Klartext.

Die beiden letzten Länderspiele – 6:0 gegen Island in der Nations League und 0:1 im Test gegen England – verpasste der Dortmunder Keeper wegen einer leichten Oberschenkelverletzung. Heute Abend kehrt der Münsinger mit dem BVB zurück. In der Länderspiel-Pause gab Bürki «Eurosport» ein längeres Interview. BLICK bringt die wichtigsten Aussagen.

Bürki über...

…seinen Vater, der früh die Karriere rettete:

«Als ich nach einem Probetraining beim FC Thun nicht genommen wurde, war ich so verunsichert, down und enttäuscht von mir selbst, weil ich mir immer sehr viel Druck mache. Dann bekam ich den Anruf von Young Boys Bern, aber zwei Stunden zuvor habe ich gesagt: Ich will da nicht hin, einfach aus Angst, wieder zu versagen. Mein Vater hat mich richtig gezwungen, dort hinzugehen – und das hat schlussendlich meine Karriere gerettet. Wir gingen zusammen hin, und nach dem Training haben sie mir zum Glück gesagt, dass ich bleiben darf.» Das war 2005, Bürki knapp 15 Jahre alt.

...seine risikoreiche Spielweise:

«Als Torwart ist das Aufbauspiel ein Thema, das wir unter Lucien Favre täglich trainieren. Wir haben vorne ja keine Brecher, wir müssen von hinten raus spielen. Ich mag es, Fussball zu spielen, und würde auch sagen, dass ich nicht so schlecht bin. In früheren Zeiten habe ich ein bisschen zu viel Risiko genommen, jetzt habe ich meine Erfahrungen gemacht. Ich muss manchmal ein bisschen egoistisch sein und auch mal den langen Ball spielen.»

…seinen Mentaltrainer:

«Ich habe schon angefangen, als ich 16, 17 war. Ich dachte mir, dass es bestimmt nicht schaden kann. Für mich ist es überhaupt kein Tabu-Thema. Jede Kleinigkeit, die hilft, sollte man als Spieler in Anspruch nehmen, um so gut wie möglich zu werden. Ich habe den Mentaltrainer schon von klein auf gebraucht, und das ist auch weiterhin so.»

…Fan-Anfeindungen nach Patzern: «Besser ohne Bürki als ohne Fans»:

«Es war ja nicht das erste Mal, dass so etwas gegen mich geschrieben wurde. Ich habe schon fast alles durchgemacht, die nicht so guten Leistungen habe ich zu spüren bekommen. Es hat mich schon berührt, aber ich wusste damit umzugehen. Auch davor gab es Situationen, in denen ich nicht immer sagen würde, dass ich der Hauptschuldige war – aber so dargestellt wurde. Man merkt schnell, ob es wirklich sachlich ist oder anders. Ich weiss selber schnell, was ich in einem Spiel falsch gemacht habe.»

…Veränderungen bei Borussia Dortmund:

«Wir sind gereift. Letzte Saison habe wir viele Spiele aus der Hand gegeben, weil wir nicht bis zum Schluss da waren oder gekämpft haben, um den Sieg zu halten. In dieser Saison haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben sehr gute Charaktere dazubekommen, neue Spieler, die Schwung und Qualität bringen. In der Kabine war die Stimmung immer gut; wir hatten immer einen super Zusammenhalt.»

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